Berührendes Coming-of-Age mit Vor-Sommerfeeling und Aufbruchsstimmung.

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aerdna Avatar

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Little Hollywood liest sich sehr schön, ich bin gespannt, wie es für Leo weitergeht.
Der Schreibstil lässt einen mühelos durch das Buch gleiten, er bringt eine bildhafte, symbolische Sprache mit, die mir sehr gefällt.
Diese Art von Buch schreibt sich immer sofort in mein Herz.
Es wirft viele Fragen auf, die eine bewegende Geschichte voller Self-Empowerment vermuten lassen.
Wieso ist Leos Beziehung zu ihrer Mutter so abgekühlt und sprachlos? Was hat es mit dem Brief vom Vater auf sich und Leos Beziehung zu ihm?
Spannende Fragen, über deren Auflösung ich gern mehr erfahren möchte.
Leo empfinde ich als sehr sympathischen Charakter. Schlau, aber belastet. Balancierend auf dem Grat zwischen ihrem Wunsch nach Freiheit und der familiären Verantwortung; verfangen in einem Zuviel vielleicht, auf der Suche nach einem Wie.
So einen Olli kennt vermutlich denn auch jeder; der erste Herzschmerz, die ungefilterte Realität des Erwachsenwerdens, das Schwanken zwischen Aufbruchsstimmung und Kindheitsgewohnheiten, die Sicherheit geben - Inga Hanka trifft hier wunderbar die feinen Zwischentöne und großen Gefühle.
Das Cover polarisiert. Es gefällt mir, obwohl ich nicht genau sagen kann, wieso. Die Farben springen mich eigentlich an, wirken unruhig, überfüllt. Ich mag's trotzdem.