Ich will weiterlesen!
„Little Hollywood“ von Inga Hanka hat mich sofort in Leos Welt gezogen. Nach ein paar Seiten war ich gefangen in ihrem intensiven Gefühlschaos aus Aufbruchshunger, Wut auf die chaotische Erwachsenenwelt und leiser Angst vor dem großen Schritt ins Ungewisse. Die Leseprobe spielt in den späten 90ern, genau dem Jahrzehnt meiner Geburt, und das fühlt sich magisch an: Ich erlebe nun eine Zeit nach, in der ich selbst zu klein war, mit Videothek-Nostalgie, letztem Ferienzauber und dem Duft von VHS-Kassetten, der mich direkt zurückversetzt.
Feministisch berührt mich vor allem Leos Kampf um Selbstbestimmung. Weder die dysfunktionale Familie mit Strafanzeige gegen den Vater noch der Junge, der sie sitzen lässt, definiert sie. Stattdessen jongliert sie Verantwortung für den kleinen Bruder mit ihrem eigenen Freiheitsdrang, roh und widersprüchlich wie Jo mit ihrem „Schnaps und Unfug“-Tattoo. Die Videothek wird zu ihrem Schutzraum, wo Alltagsschmerzen größer wirken als die Blockbuster-Regale: rau, zart und unvergesslich erzählt.
Ich muss weiterlesen: Wie wagt Leo ihren Sprung? Dieses Coming-of-Age verspricht weibliche Adoleszenz ernst zu nehmen: endlich mal. So ein Buch habe ich selten in einem Bücherregal gefunden und freue mich dafür umso mehr, dass junge Frauen nun auch solche Perspektiven erlesen dürfen und eine wütende, starke, spannende Frau in einem Buch erleben zu dürfen.
Feministisch berührt mich vor allem Leos Kampf um Selbstbestimmung. Weder die dysfunktionale Familie mit Strafanzeige gegen den Vater noch der Junge, der sie sitzen lässt, definiert sie. Stattdessen jongliert sie Verantwortung für den kleinen Bruder mit ihrem eigenen Freiheitsdrang, roh und widersprüchlich wie Jo mit ihrem „Schnaps und Unfug“-Tattoo. Die Videothek wird zu ihrem Schutzraum, wo Alltagsschmerzen größer wirken als die Blockbuster-Regale: rau, zart und unvergesslich erzählt.
Ich muss weiterlesen: Wie wagt Leo ihren Sprung? Dieses Coming-of-Age verspricht weibliche Adoleszenz ernst zu nehmen: endlich mal. So ein Buch habe ich selten in einem Bücherregal gefunden und freue mich dafür umso mehr, dass junge Frauen nun auch solche Perspektiven erlesen dürfen und eine wütende, starke, spannende Frau in einem Buch erleben zu dürfen.