Der Sommer, in dem wir erwachsen wurden

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Bereits die ersten Zeilen von "Little Hollywood" katapultieren den Leser zurück in das Jahr 1999, die Zeit, die an die letzten Schultage, den Geschmack von Tomatensuppe aus dem Schulautomaten erinnert, und Parties, auf denen mit Wodka – O zu Ace of Base und den Backstreet Boys getanzt wurde, als gäbe es kein Morgen mehr. Und den Tag der letzten Abiturprüfung und dem ambivalenten Gefühl zwischen Freiheit, endlich mit-der-Schule-fertig-und Erwachsensein und der Angst vor Veränderung und Loslassen. Genauso geht es Leonie. Sie lebt mit ihrem kleinen Bruder Ben und ihrer Mutter zusammen in einer kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung, hat nur anwaltlichen Kontakt zu ihrem Vater, gerade die letzte Abiturprüfung abgelegt, und freut sich auf den bevorstehenden Sommer zwischen Unibewerbung, Nichts-Tun und Feiern mit Freunden am See. Dabei ist Leonie hin- und hergerissen zwischen der Traurigkeit und der Wut über Olli, der sie geküsst hat, und nun einfach mit einer anderen loszieht. Während ein Teil der Klasse zur Abschlussfahrt nach Ungarn fährt, bleibt Leonie zu Hause, arbeitet in einem Café und flüchtet sich in die Welt der Filme. Diese leiht diese in der nahen Videothek aus, und kommt hier dem undurchsichtigen Einzelgänger Jo näher, erfährt seine Geschichte und erlebt mit ihm die erste große Liebe, und erlebt, dass große Träume trotz Schwierigkeiten und Unwägbarkeiten doch in Erfüllung gehen können.
Ich habe diesen wunderbaren Coming-of-Age-Roman mit großer Freude gelesen, und bin dankbar für all die Erinnerungen an den Sommer unseres Lebens, der gleichzeitig Abschied und aucg Neubeginn war.