Dieser eine letzte Sommer
Wer erinnert sich nicht an den letzten Sommer nach der Schule? Der eine Lebensabschnitt endet, der nächste steht kurz bevor. Zwischen eine kurze Pause. Alles fühlt sich irgendwie besonders an. Groß. Bedeutsam. Und kann gleichzeitig auch ziemlich beängstigend wirken, man trifft immerhin Entscheidungen, die Auswirkungen auf das eigene Leben haben.
Diesen Gefühlsmix hat Inga Hanka ganz toll in ihrem Buch beschrieben.
Leo hat ihr Abitur in der Tasche und kann sich - theoretisch - ihren Traum erfüllen und Drehbuchautorin werden. In der Praxis steht ihr aber die Angst um ihre Mutter und ihren kleinen Bruder im Weg. Und auch die Ängste ihrer Mutter. Leo hat als Kind häusliche Gewalt gegenüber ihrer Mutter erlebt und die anschließende hässliche Trennung der Eltern. Der Vater terrorisiert die Mutter und Leo anschließend. Die Auswirkungen verfolgen Leo danach ihr ganzes Leben lang. Die psychischen Probleme und Ängste der Mutter entwickeln in der nachfolgenden Zeit eine ganz eigene Dynamik und manifestieren sich in einer Menge Regeln, die auf die heranwachsende Leo immer erdrückender und einschränkender wirken. Sie rebelliert dagegen.
Diese Szenen sind sehr gut geschrieben. Behutsam aber doch deutlich machend, wie genervt Leo ist, wie sehr sie die Verantwortung auch überfordert. Beim Lesen war ich immer wieder hin- und hergerissen. Ich konnte Leos Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung nachvollziehen, aber irgendwie auch die Sicherheitsängste der Mutter. Konflikte zwischen beiden bleiben da nicht aus. Aber es ist auch zu erkennen, dass Leo an und mit ihren Entscheidungen wächst, nicht nur rebelliert sondern auch reflektiert. Am Ende hatte ich schon das Gefühl, dass sich Mutter und Tochter auf einer anderen Ebene begegnen.
Es überwiegen aber die positiven Gefühle in dem Buch. Diese schöne Sommerstimmung versetzt einen in eine leichte Stimmung. Dazu kommt ein leichter und gut erzählender Stil. Die Videothek wird schnell zu einem Ort, der einem auch als Leser ans Herz wächst. Es liegt Aufbruch und Veränderung in der Luft und der gleichzeitige Wunsch, dass genau dieser Sommer doch bitte nie enden soll. Tolle Figuren, die lebendig wirken und die Eingängigkeit des Buches noch verstärken. In der Mitte hatte die Geschichte so einen kleinen Durchhänger und verliert sich ein bisschen ins Nichtige.
Aber eine tolle Geschichte, die Erinnerungen hervorholt. Völlig egal, wie lange dieser einer letzte Sommer schon bei einem selbst zurückliegt.
Diesen Gefühlsmix hat Inga Hanka ganz toll in ihrem Buch beschrieben.
Leo hat ihr Abitur in der Tasche und kann sich - theoretisch - ihren Traum erfüllen und Drehbuchautorin werden. In der Praxis steht ihr aber die Angst um ihre Mutter und ihren kleinen Bruder im Weg. Und auch die Ängste ihrer Mutter. Leo hat als Kind häusliche Gewalt gegenüber ihrer Mutter erlebt und die anschließende hässliche Trennung der Eltern. Der Vater terrorisiert die Mutter und Leo anschließend. Die Auswirkungen verfolgen Leo danach ihr ganzes Leben lang. Die psychischen Probleme und Ängste der Mutter entwickeln in der nachfolgenden Zeit eine ganz eigene Dynamik und manifestieren sich in einer Menge Regeln, die auf die heranwachsende Leo immer erdrückender und einschränkender wirken. Sie rebelliert dagegen.
Diese Szenen sind sehr gut geschrieben. Behutsam aber doch deutlich machend, wie genervt Leo ist, wie sehr sie die Verantwortung auch überfordert. Beim Lesen war ich immer wieder hin- und hergerissen. Ich konnte Leos Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung nachvollziehen, aber irgendwie auch die Sicherheitsängste der Mutter. Konflikte zwischen beiden bleiben da nicht aus. Aber es ist auch zu erkennen, dass Leo an und mit ihren Entscheidungen wächst, nicht nur rebelliert sondern auch reflektiert. Am Ende hatte ich schon das Gefühl, dass sich Mutter und Tochter auf einer anderen Ebene begegnen.
Es überwiegen aber die positiven Gefühle in dem Buch. Diese schöne Sommerstimmung versetzt einen in eine leichte Stimmung. Dazu kommt ein leichter und gut erzählender Stil. Die Videothek wird schnell zu einem Ort, der einem auch als Leser ans Herz wächst. Es liegt Aufbruch und Veränderung in der Luft und der gleichzeitige Wunsch, dass genau dieser Sommer doch bitte nie enden soll. Tolle Figuren, die lebendig wirken und die Eingängigkeit des Buches noch verstärken. In der Mitte hatte die Geschichte so einen kleinen Durchhänger und verliert sich ein bisschen ins Nichtige.
Aber eine tolle Geschichte, die Erinnerungen hervorholt. Völlig egal, wie lange dieser einer letzte Sommer schon bei einem selbst zurückliegt.