Durchwachsen

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wennduliest Avatar

Von

Vielversprechende Coming-of-Age-Geschichte, die mich leider nicht ganz abholen konnte ⭐️⭐️⭐️

Schon das wunderschön gestaltete Cover von Little Hollywood hat mich sofort angesprochen und neugierig auf die Geschichte gemacht.

Wir begleiten die Protagonistin Leo durch ihren letzten Sommer nach dem Abitur, eine Zeit voller Fragen, Unsicherheiten, erster Liebe und der Suche nach dem eigenen Platz im Leben. Auch die Themen Familie, Verantwortung und Ablösung spielen eine wichtige Rolle. Eine klassische Coming-of-Age-Geschichte also, von der ich mir einiges erhofft hatte.

Besonders gefallen haben mir die kleinen kreativen Elemente, wie Leos Listen und die eingestreuten Filmzitate. Auch die leichten, schönen Momente der Liebesgeschichte und die teilweise sehr authentisch beschriebenen Spannungen zwischen Leo und ihrer Mutter konnten mich überzeugen.

Leider gab es für mich aber auch einige Längen. Manche Passagen zogen sich so sehr, dass ich das Buch mehrfach zur Seite gelegt habe und zwischendurch nur schwer wieder in die Geschichte hineinfand. Oft fehlte mir ein wenig die Richtung, in die sich die Handlung entwickeln sollte. Auch die Beziehung zu Leos Vater hätte für meinen Geschmack an einigen Stellen noch mehr Tiefe vertragen können.

Das Setting der 90er-Jahre verleiht der Geschichte zwar einen gewissen Charme, konnte für mich persönlich aber keine besondere Atmosphäre schaffen.

Insgesamt mochte ich die Grundidee und viele einzelne Momente sehr. Trotzdem hat Lil Hollywood bei mir nicht den bleibenden Eindruck hinterlassen, den ich mir von dieser sommerlichen Geschichte über das Erwachsenwerden und Sich-selbst-Finden gewünscht hätte. Schade, denn das Potenzial war für mich definitiv da!