Eher oberflächliche Nostalgie
„Little Hollywood“ von Inga Hanka erzählt die Geschichte von Leo, die kurz nach dem Abi irgendwo zwischen Aufbruch und Stillstand festhängt. Sie lebt mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder in eher schwierigen Verhältnissen, der Vater kümmert sich nicht, Geld ist knapp. Eigentlich will sie raus aus der Kleinstadt und in Köln studieren, aber so richtig sicher ist sie sich nicht, ob sie das überhaupt schafft und ob sie ihre Familie einfach zurücklassen kann.
Die Handlung spielt über ein paar Monate im Sommer, in denen Leo versucht, ihr Leben irgendwie auf die Reihe zu kriegen. Dabei hängt sie viel mit Freundinnen und Mitschülern ab, geht feiern und verbringt viel Zeit in der Videothek, die dem Buch auch seinen Namen gibt. Besonders spannend wird es durch Jo, der dort arbeitet und mit dem sich langsam mehr entwickelt.
Was gut gelungen ist, ist die ruhige, eher realistische Entwicklung zwischen Leo und Jo. Das fühlt sich glaubwürdig an und nicht übertrieben. Auch die Unsicherheit nach dem Abi und dieses Gefühl von “eigentlich müsste ich jetzt mein Leben planen, aber habe keinen Plan” kommt ganz gut rüber.
Die Geschichte liest sich zwar ganz angenehm weg, aber so richtig hängen geblieben ist bei mir nicht viel. Klar, die ganzen Filme aus den 90ern sorgen schon für ein bisschen Atmosphäre, aber das allein reicht irgendwie nicht, um einen wirklich in diese Zeit reinzuziehen. Ich hätte mir einfach mehr typische Details gewünscht, die das Lebensgefühl damals stärker transportieren. Gerade Musik spielt ja in dem Alter eine riesige Rolle, und davon kommt hier meiner Meinung nach zu wenig vor. Auch so Dinge aus dem Alltag, die einen direkt zurückkatapultieren, hätten dem Ganzen gutgetan.
So bleibt es eher bei einer oberflächlichen Nostalgie, die zwar nett ist, aber nicht wirklich berührt. Ich hatte gehofft, mich mehr wiederzufinden oder zumindest dieses vertraute Gefühl von früher zu spüren, wenn man an die eigene Jugend denkt. Stattdessen bleibt es ein bisschen distanziert, fast so, als würde man nur von außen draufschauen, ohne wirklich einzutauchen.
Die Handlung spielt über ein paar Monate im Sommer, in denen Leo versucht, ihr Leben irgendwie auf die Reihe zu kriegen. Dabei hängt sie viel mit Freundinnen und Mitschülern ab, geht feiern und verbringt viel Zeit in der Videothek, die dem Buch auch seinen Namen gibt. Besonders spannend wird es durch Jo, der dort arbeitet und mit dem sich langsam mehr entwickelt.
Was gut gelungen ist, ist die ruhige, eher realistische Entwicklung zwischen Leo und Jo. Das fühlt sich glaubwürdig an und nicht übertrieben. Auch die Unsicherheit nach dem Abi und dieses Gefühl von “eigentlich müsste ich jetzt mein Leben planen, aber habe keinen Plan” kommt ganz gut rüber.
Die Geschichte liest sich zwar ganz angenehm weg, aber so richtig hängen geblieben ist bei mir nicht viel. Klar, die ganzen Filme aus den 90ern sorgen schon für ein bisschen Atmosphäre, aber das allein reicht irgendwie nicht, um einen wirklich in diese Zeit reinzuziehen. Ich hätte mir einfach mehr typische Details gewünscht, die das Lebensgefühl damals stärker transportieren. Gerade Musik spielt ja in dem Alter eine riesige Rolle, und davon kommt hier meiner Meinung nach zu wenig vor. Auch so Dinge aus dem Alltag, die einen direkt zurückkatapultieren, hätten dem Ganzen gutgetan.
So bleibt es eher bei einer oberflächlichen Nostalgie, die zwar nett ist, aber nicht wirklich berührt. Ich hatte gehofft, mich mehr wiederzufinden oder zumindest dieses vertraute Gefühl von früher zu spüren, wenn man an die eigene Jugend denkt. Stattdessen bleibt es ein bisschen distanziert, fast so, als würde man nur von außen draufschauen, ohne wirklich einzutauchen.