"Möge der Sommer mit Dir sein" - Erwachsen werden zwischen Abschied und Neuanfang im Flair der 90er
"Little Hollywood" hat mich wirklich positiv überrascht – obwohl ich Coming-of-Age-Geschichten sonst eher kritisch gegenüberstehe. Vielleicht liegt es daran, dass ich selbst ein Kind der 90er bin: Die vielen Zitate, Filme und die Musik haben bei mir sofort Erinnerungen geweckt und wirkten dabei nie künstlich, sondern total stimmig und atmosphärisch.
Besonders mochte ich, dass man mit Leo, der Protagonistin, und ihren Freunden diesen letzten Sommer zwischen Abitur und Studienbeginn miterlebt. Dieses Gefühl des Dazwischen – zwischen Freiheit und Verantwortung, Kindsein und Erwachsenwerden – wurde meiner Meinung nach sehr fein eingefangen.
Leo ist dabei reflektiert, ohne unrealistisch zu wirken, und man spürt, dass sie in ihrer Familie viel zu tragen hat.
Stellenweise musste ich an "21 Bahnen" denken, weil es auch hier um schwierige Familienkonstellationen und eine große Schwester geht, die zu früh stark sein muss.
Sehr gelungen fand ich die Idee mit Leos
Einwortpoesie und dem Tagebuch. Auch die leise Erzählweise hat mich überzeugt: Durch Rückblicke setzt sich die Familiengeschichte Stück für Stück zusammen wie ein Puzzle, was dem Roman viel Tiefe gibt.
Als Erwachsene mit Kindern im Teenageralter hat mich das Buch zusätzlich berührt, weil es immer wieder dazu anregt, über Elternsein nachzudenken – darüber, wie Kinder ihre Eltern sehen und wie wichtig es ist, ihnen sowohl Halt als auch Freiheit zu geben.
Fazit: Little Hollywood ist für mich ein ruhiger, kluger und emotionaler Coming-of-Age-Roman, der lange nachhallt – atmosphärisch dicht, ehrlich und sehr berührend.
Besonders mochte ich, dass man mit Leo, der Protagonistin, und ihren Freunden diesen letzten Sommer zwischen Abitur und Studienbeginn miterlebt. Dieses Gefühl des Dazwischen – zwischen Freiheit und Verantwortung, Kindsein und Erwachsenwerden – wurde meiner Meinung nach sehr fein eingefangen.
Leo ist dabei reflektiert, ohne unrealistisch zu wirken, und man spürt, dass sie in ihrer Familie viel zu tragen hat.
Stellenweise musste ich an "21 Bahnen" denken, weil es auch hier um schwierige Familienkonstellationen und eine große Schwester geht, die zu früh stark sein muss.
Sehr gelungen fand ich die Idee mit Leos
Einwortpoesie und dem Tagebuch. Auch die leise Erzählweise hat mich überzeugt: Durch Rückblicke setzt sich die Familiengeschichte Stück für Stück zusammen wie ein Puzzle, was dem Roman viel Tiefe gibt.
Als Erwachsene mit Kindern im Teenageralter hat mich das Buch zusätzlich berührt, weil es immer wieder dazu anregt, über Elternsein nachzudenken – darüber, wie Kinder ihre Eltern sehen und wie wichtig es ist, ihnen sowohl Halt als auch Freiheit zu geben.
Fazit: Little Hollywood ist für mich ein ruhiger, kluger und emotionaler Coming-of-Age-Roman, der lange nachhallt – atmosphärisch dicht, ehrlich und sehr berührend.