nostalgische Gefühle

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buchputtel Avatar

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„In manchen Momenten trennen uns nicht nur sieben Jahre, sondern ein halbes Leben. Im Gegensatz zu mir hat Ben kein vorher und nachher. Kein Schnitt. Für ihn gibt es nur mich und unsere Mutter. Als wäre das immer so gewesen. Manchmal beneide ich ihn darum und frage mich was schlimmer ist: sich erinnern können und den Schmerz dabei zu spüren, oder sich nicht an etwas erinnern zu können und dem Schmerz trotzdem zu spüren.“

INHALT
Leonie wächst bei ihrer Mutter auf, zusammen mit ihrem Bruder. Ein Sorgerechtsstreit zwischen Mutter und Vater machen das einfache Leben schwer. Vielen Freunden geht es besser, sie haben mehr Geld zur Verfügung und können sich mehr leisten. Einzig die kleine Videothek kann als kleiner Lichtblick gewertet werden. Dort lernt sie einen Jungen kennen, in den sie sich verliebt.

EINDRUCK UND FAZIT
Ein Roman, der nachwirkt. Ein Buch das weniger hart um die Ecke kommt, aber dennoch viel Emotion vermittelt. Eine Coming-of-Age Geschichte, die direkt nach der Schule spielt und den Gefühlszustand in dieser Zeit gut widerspiegelt. Leonie hat viel schlechtes mitbekommen, die Streitigkeiten zwischen den Eltern und der anschließende Sorgerechtsstreit. Ich fand die Geschichte in der Mitte etwas langatmig, aber am Ende doch ganz schön. Ein Sommer, den wir alle kennen. Der, der nicht enden soll. Alles wissen, dass sich etwas verändern wird - aber niemand möchte, dass es passiert. Ein wenig wehmütig schaue ich auf meinen Sommer nach dem Abi zurück.