Sehr 22 Bahnen-like
Der Sommer nach dem Abi bedeutet für die meisten Freiheit. Für Leonie bedeutet er: im Café jobben, sich um ihren kleinen Bruder Ben kümmern, ihrer Mutter aus dem Weg gehen und täglich im Little Hollywood, einer Videothek, vorbeizuschauen. Dort arbeitet auch Jo, Leos Mitschüler und personifiziertes Mysterium. Durch ihre gemeinsame Leidenschft für Filme lernen die beiden sich immer besser kennen und schon bald gibt es für Leo einen weiteren Grund, um im Little Hollywood vorbeizuschauen.
Was mir richtig gut an dem Roman gefallen hat, war das Setting: Es ist eine Coming of Age-Geschichte, die im Sommer 1999 spielt. Das hat bei mir so viel Nostalgie ausgelöst, obwohl ich selbst 1998 geboren bin lol. Die flirrende Hitze gepaart mit der post-Abizeit, in der alles möglich scheint — dieses Gefühl vermittelt das Buch so gut!
Durch die Wohlfühlatmosphäre hat mich das Buch auch gut über die kleinen Störfaktoren hinwegsehen lassen, die ich beim Lesen hin und wieder hatte. Trotzdem möchte ich die hier nicht unerwähnt lassen.
Leos und Jos zerrüttete Familien verleihen dem Text zwar mehr Tiefe, allerdings wurde mir die von Jo zu oberflächlich behandelt. Für mich blieb er der unnahbare Typ, der eine tragische Familiengeschichte hat, darauf seine Persönlichkeit aufbaut und sein Verhalten rechtfertigt (und sich dafür btw nie entschuldigt). Solche Charaktere geben mir leider nichts und lassen mich nur mit einem Augenrollen zurück.
Mein zweiter Kritikpunkt: Der Umgang mit Leos Vater. Ich will hier nicht zu viel spoilern, aber so richtig verstanden, was da passiert, habe ich nicht.
Beides hat mir den Spaß beim Lesen stellenweise genommen, ich bin aber trotzdem durch die Seiten geflogen und mochte die ganzen Film-Referenzen. Außerdem hat mir das Buch extrem „22 Bahnen“ Vibes gegeben! Wer das also gern gelesen hat, wird auch „Little Hollywood“ mögen. :)
Was mir richtig gut an dem Roman gefallen hat, war das Setting: Es ist eine Coming of Age-Geschichte, die im Sommer 1999 spielt. Das hat bei mir so viel Nostalgie ausgelöst, obwohl ich selbst 1998 geboren bin lol. Die flirrende Hitze gepaart mit der post-Abizeit, in der alles möglich scheint — dieses Gefühl vermittelt das Buch so gut!
Durch die Wohlfühlatmosphäre hat mich das Buch auch gut über die kleinen Störfaktoren hinwegsehen lassen, die ich beim Lesen hin und wieder hatte. Trotzdem möchte ich die hier nicht unerwähnt lassen.
Leos und Jos zerrüttete Familien verleihen dem Text zwar mehr Tiefe, allerdings wurde mir die von Jo zu oberflächlich behandelt. Für mich blieb er der unnahbare Typ, der eine tragische Familiengeschichte hat, darauf seine Persönlichkeit aufbaut und sein Verhalten rechtfertigt (und sich dafür btw nie entschuldigt). Solche Charaktere geben mir leider nichts und lassen mich nur mit einem Augenrollen zurück.
Mein zweiter Kritikpunkt: Der Umgang mit Leos Vater. Ich will hier nicht zu viel spoilern, aber so richtig verstanden, was da passiert, habe ich nicht.
Beides hat mir den Spaß beim Lesen stellenweise genommen, ich bin aber trotzdem durch die Seiten geflogen und mochte die ganzen Film-Referenzen. Außerdem hat mir das Buch extrem „22 Bahnen“ Vibes gegeben! Wer das also gern gelesen hat, wird auch „Little Hollywood“ mögen. :)