toller Roman

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bobbember Avatar

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„Little Hollywood“ hat mich von der ersten Seite an begeistert – und ehrlich gesagt schon davor: Das Cover ist einfach wunderschön gestaltet und total einladend. Genau so ein Buch, das man sofort in die Hand nehmen möchte.

In der Geschichte begleiten wir eine Protagonistin, die mitten in der Abizeit steckt – irgendwo zwischen Zukunftsangst, großen Erwartungen und dem ganz normalen Chaos des Erwachsenwerdens. Während alle um sie herum scheinbar schon Pläne schmieden, fühlt sie sich selbst eher verloren und weiß nicht so recht, wohin mit sich. Einen wichtigen Halt findet sie dabei an einem ganz besonderen Ort: der Videothek. Zwischen Regalen voller Filme und Geschichten entsteht für sie ein Rückzugsort, ein kleines „Hollywood“, in dem sie für einen Moment alles andere vergessen kann.

Genau das hat mich unglaublich berührt, weil ich mich so stark wiedererkannt habe. Ich war früher selbst ständig in der Videothek, habe Filme verschlungen und mich oft genau dorthin geflüchtet. Dieses Gefühl, dass Filme mehr sind als nur Unterhaltung – nämlich ein Zuhause auf Zeit – wird hier so authentisch eingefangen.

Das Buch schafft es wunderbar, diese besondere Phase kurz vor dem Erwachsenwerden einzufangen: die Unsicherheit, die Sehnsucht nach mehr, aber auch die kleinen, intensiven Momente, die man nie vergisst. Dabei wirkt nichts übertrieben oder kitschig – im Gegenteil, alles fühlt sich echt und nahbar an.

Der Schreibstil ist angenehm leicht und gleichzeitig voller Gefühl. Man liest Seite um Seite und fühlt sich dabei, als würde man selbst noch einmal durch die eigene Abizeit gehen – mit all ihren Fragen, Träumen und Zweifeln.

Für mich ein richtig tolles, nostalgisches Buch mit viel Herz. Absolute Empfehlung für alle, die Filme lieben und sich gern in diese besondere Lebensphase zurückversetzen lassen.