überraschend

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francisca Avatar

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Ich liebe, liebe, liebe dieses Cover 💕

Der einfühlsame, schnörkellose, fast leise Schreibstil passt perfekt zu den Charakteren. Es handelt sich um eine ruhige Geschichte, die jedoch ausreicht, um ein wunderschönes, überzeugendes Gesamtbild entstehen zu lassen.

Gefehlt hat mir, dass die Zeit nicht richtig benannt wurde. In den ersten Kapiteln hatte ich das Gefühl, es könnte genauso gut in unserer Gegenwart spielen. 1999 wurde mir erst richtig bewusst, weil im Kino Star Wars I lief.

Besonders gut gefallen hat mir das Motiv der Kamera. Dass Jo aufgrund des vollen Filmes nur die allerwichtigsten und schönsten Momente auffangen kann, aber in dem Bewusstsein, sie später immer wieder hervorzuholen, also nicht endlose Handyordner hat wie heute, die dann keiner mehr anschaut.

Die Aussöhnung mit seiner Familie und der verstorbenen Mutter durch das Entwickeln ihrer letzten Fotos war unglaublich bewegend ♡

Jos Figur und Vergangenheit waren komplex, tiefgründig, berührend und sind definitiv hängen geblieben. Leonie als 1er Schülerin erscheint zunächst als komplettes Gegenteil, ihre Rolle als Bezugsperson für den kleinen Bruder und die Furcht der Mutter vor ihrem g3walttätigen Ex-Mann bringen allerdings nochmal eine ganz andere, tiefgreifende und aufwühlende Seite zum Vorschein. Damit gehen wir beidseitig in eine Mental Health Richtung. Keiner von beiden kann seiner Situation entfliehen, sie gehen nur komplett unterschiedlich damit um, Rebellion vs Resignation.

Die subtile Lovestory war authentisch und wunderschön ♡ Deswegen hat mich das Ende getroffen, obwohl beide den für sie richtigen Weg gegangen sind und sich gegenseitig den Mut dazu geschenkt haben. Verbunden durch die Annäherung in ihrem gemeinsamen lokalen Mittelpunkt, der Videothek Little Hollywood.

Insgesamt hat mir der Roman richtig gut gefallen. Er ist atmosphärisch, tiefgründig und bleibt hängen. Leseempfehlung ♡