Zwischen Videothek und Erwachsenwerden.
Ich war zunächst hin- und hergerissen, ob ich den Roman „Little Hollywood“ wirklich lesen wollte.
Ein Coming-of-Age-Roman – gibt es davon nicht schon genug? Was könnte mich an diesem noch überraschen oder berühren?
Aber es beginnt bereits mit dem Cover, es strahlt Wärme und Nostalgie aus und vermittelt, mit seiner Gestaltung, den Eindruck von Aufbruch, passend zu einer Geschichte über das Erwachsenwerden. Besonders die junge Frau auf dem Bild, die den Blick nicht zum Betrachter wendet, sondern fest in die Ferne schaut, weckte meine Neugier.
Und so tauchte ich in die Welt von Leonie – genannt Leo – ein.
Es ist das Jahr 1999. Leo hat die letzten Abiturprüfungen hinter sich und blickt auf einen ganzen Sommer voller Möglichkeiten. In dieser Zeit des Umbruchs und der Neuanfänge, durchlebt sie ihre erste große Liebe, ringt mit Unsicherheiten, hat Ärger mit ihrem Vater und spürt, wie sie sich zunehmend von ihrer Mutter abnabelt.
Zwischen all dem findet sie Halt und Rückzug in der Videothek „Little Hollywood“ und den dortigen Filmen. Hier arbeitet ihr Klassenkamerad Jo, der sie mit seinen Eigenheiten immer wieder verunsichert und herausfordert.
Als ich mich fragte, ob es wieder der typische Coming-of-Age-Roman werden würde, war ich nicht darauf vorbereitet, wie hervorragend die Autorin die Stimmung der 90er-Jahre und eines heißen Sommers einfangen kann.
Der Schreibstil entführt mühelos in diese Zeit und überzeugt mit vielen liebevollen Details und Anspielungen auf die damalige Popkultur.
Aber der Roman „Little Hollywood“ ist mehr als das: Zwischen den Zeilen wird deutlich, dass Themenkomplexe rund um psychische Erkrankungen, toxische Beziehungen, Stalking und häusliche Gewalt in dieser Ära stigmatisiert und verschwiegen wurden. Dass diese Themen zwischen den Zeilen mitschwingen, hatte ich so nicht erwartet, genau das verleiht dem Roman für mich aber eine besondere Tiefe.
Die Figuren – allen voran Leo und Jo, aber auch die kleineren Nebenfiguren – sind auf ihre Weise liebenswürdig, auch wenn sie nicht viel Raum zur Entfaltung bekommen. Normalerweise stört mich das, doch hier finde ich es völlig in Ordnung, dass der Fokus so stark auf Leonie liegt.
Einziger kleiner Kritikpunkt: Die komplexe Beziehung zwischen Leonie und ihrem Vater wird nur am Rande angerissen, ohne dass sie wirklich vertieft wird. Da hätte ich mir etwas mehr gewünscht, aber insgesamt ist das für mich ein kleiner Makel, den ich gern übersehe.
Für mich war „Little Hollywood“ mehr als nur ein Coming-of-Age-Roman. Es fühlte sich wie eine kleine Reise in die Vergangenheit an, die den Charme der 90er perfekt eingefangen hat und mich in Erinnerungen schwelgen ließ.
Eine klare Empfehlung für alle, die einen frischen Roman über das Erwachsenwerden lesen möchten – einen, der nicht mit düsteren Themen auftrumpft, sondern vor allem durch seine Leichtigkeit und liebevolle Nostalgie überzeugt.
Und wer eine Affinität zu den 90er-Jahren und zur damaligen Popkultur hat, wird hier ohnehin auf seine Kosten kommen. ;-)
Ein Coming-of-Age-Roman – gibt es davon nicht schon genug? Was könnte mich an diesem noch überraschen oder berühren?
Aber es beginnt bereits mit dem Cover, es strahlt Wärme und Nostalgie aus und vermittelt, mit seiner Gestaltung, den Eindruck von Aufbruch, passend zu einer Geschichte über das Erwachsenwerden. Besonders die junge Frau auf dem Bild, die den Blick nicht zum Betrachter wendet, sondern fest in die Ferne schaut, weckte meine Neugier.
Und so tauchte ich in die Welt von Leonie – genannt Leo – ein.
Es ist das Jahr 1999. Leo hat die letzten Abiturprüfungen hinter sich und blickt auf einen ganzen Sommer voller Möglichkeiten. In dieser Zeit des Umbruchs und der Neuanfänge, durchlebt sie ihre erste große Liebe, ringt mit Unsicherheiten, hat Ärger mit ihrem Vater und spürt, wie sie sich zunehmend von ihrer Mutter abnabelt.
Zwischen all dem findet sie Halt und Rückzug in der Videothek „Little Hollywood“ und den dortigen Filmen. Hier arbeitet ihr Klassenkamerad Jo, der sie mit seinen Eigenheiten immer wieder verunsichert und herausfordert.
Als ich mich fragte, ob es wieder der typische Coming-of-Age-Roman werden würde, war ich nicht darauf vorbereitet, wie hervorragend die Autorin die Stimmung der 90er-Jahre und eines heißen Sommers einfangen kann.
Der Schreibstil entführt mühelos in diese Zeit und überzeugt mit vielen liebevollen Details und Anspielungen auf die damalige Popkultur.
Aber der Roman „Little Hollywood“ ist mehr als das: Zwischen den Zeilen wird deutlich, dass Themenkomplexe rund um psychische Erkrankungen, toxische Beziehungen, Stalking und häusliche Gewalt in dieser Ära stigmatisiert und verschwiegen wurden. Dass diese Themen zwischen den Zeilen mitschwingen, hatte ich so nicht erwartet, genau das verleiht dem Roman für mich aber eine besondere Tiefe.
Die Figuren – allen voran Leo und Jo, aber auch die kleineren Nebenfiguren – sind auf ihre Weise liebenswürdig, auch wenn sie nicht viel Raum zur Entfaltung bekommen. Normalerweise stört mich das, doch hier finde ich es völlig in Ordnung, dass der Fokus so stark auf Leonie liegt.
Einziger kleiner Kritikpunkt: Die komplexe Beziehung zwischen Leonie und ihrem Vater wird nur am Rande angerissen, ohne dass sie wirklich vertieft wird. Da hätte ich mir etwas mehr gewünscht, aber insgesamt ist das für mich ein kleiner Makel, den ich gern übersehe.
Für mich war „Little Hollywood“ mehr als nur ein Coming-of-Age-Roman. Es fühlte sich wie eine kleine Reise in die Vergangenheit an, die den Charme der 90er perfekt eingefangen hat und mich in Erinnerungen schwelgen ließ.
Eine klare Empfehlung für alle, die einen frischen Roman über das Erwachsenwerden lesen möchten – einen, der nicht mit düsteren Themen auftrumpft, sondern vor allem durch seine Leichtigkeit und liebevolle Nostalgie überzeugt.
Und wer eine Affinität zu den 90er-Jahren und zur damaligen Popkultur hat, wird hier ohnehin auf seine Kosten kommen. ;-)