Ein sprechendes Alpaka

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
chacha Avatar

Von

Nelly lebt als Urururenkelin von Dr. Frankenstein in einem alten Spukschloss. Ihre langweiligen Eltern wollen auf keinen Fall noch eine Erfinderin in der Familie. Allerdings kommt Nelly der zweifelhaften Genialität ihres Vorfahren gefährlich nahe, als sie bei einem Gewitter ein totes Alpaka wieder zuk Leben erweckte. Dieses Alpaka kann zu allem Überfluss auch noch sprechen. Und es quasselt ohne Unterlass, ist nervtötend tollpatschig und stellt das Leben der Familie ganz schön auf den Kopf.
Die Idee hinter der Geschichte ist wirklich cool. Eine Nachfahrin von Frankenstein, die unbedingt Erfinderin sein möchte, und ihre Eltern, die davon absolut nichts hören wollen. Der leichte Schreibstil macht es einem einfach in die Geschichte reinzukommen. Zwischen den Kapiteln gibt es auch immermalwieder Versuchsprotokolle zu verschiedenen Erfindungen, die wir in der eigentlichen Geschichte gar nicht mitbekommen. Diese Protokolle sind schön gestaltet, als wären sie wirklich in ein kleines Notizbuch geschrieben worden. Ich finde es gut, dass die Versuche in den Protokollen kurz zusammengefasst werden und nicht in der eigentlichen Geschichte ellenlang ausgeführt werden. Dann gibt es natürlich die Charaktere, die in diesem Buch wirklich nicht unterschiedlicher sein könnten. Diese Unterschiede wurden in der Geschichte sehr gut aufgezeigt, es wurde aber auch immer wieder versucht Konflikte zu lösen und Kompromisse zu finden. Der beste Chrakter war natürlich Montserrat (das Alpaka). Sie war wirklich total lustig und tollpatschig, aber auch gleichzeitig ein kleiner Besserwisser. Das Ende des Buches, hat mich dann auch nochmal überrascht, da ich diese Wendung nicht erwartet hätte. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, hatte aber leider kein Highlight Potenzial, da hierzu noch das gewisse etwas gefehlt hat.