Eine erfolglose Erfinderin
Das Buch ist an junge LeserInnen gerichtet, aber meine Tochter fand das Cover zu "kindisch", um das Buch lesen zu wollen. So habe ich das Buch gelesen (das Cover hat für mich eher eine neutrale Rolle gespielt). Es geht um die Urururenkelin von Frankenstein, die in einem Spukschloss lebt. Die Eltern möchten sie vom Erfindertum fernhalten, ansonsten ist sie eher auf sich allein gestellt. Die Freunde kommen nicht gerne zu ihr wegen Angst vor dem Spukschloss, und die politisch korrekten Eltern (haben kein Auto wegen der Umwelt, und trinken nur Hafermilch) haben keine Zeit für sie. So kommt es, dass sie z. B. allein zum Friseur geht, was ich komisch fand, oder dass sie gefährliche Experimente mit Strom und Blitz macht. (Hier wäre vielleicht ein Hinweis auf die echten Gefahren nötig gewesen.) Das sprechende, über "Deutschlehrerin-Tick" und Manie zu Kokos-Limetten-Saft verfügende Alpaka ist der lustigste Zutat im Buch. Leider geht fast alles schief, was schiefgehen kann, dafür gewinnt Penelope, die Hauptdarstellerin immer engere Freunde. Das Buch ist zwar relativ leicht zum Lesen, hat aber gemischte Gefühle bei mir hinterlassen. Die Tagebuchteile mit den Experimenten fand ich trotz Erwarten nicht so lustig und interessant (zumahl alle mächtig schiefgehen).