Spannend und ein bisschen gruselig

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trinity 41 Avatar

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„Little Miss Frankenstein“ erzählt die Geschichte der zwölfjährigen Penelope, genannt Nelly, die als Nachfahrin des berühmten Dr. Frankenstein einen eher ungewöhnlichen Alltag hat. Die Menschen im Ort fürchten sich noch immer vor dem alten Familiennamen, doch Nelly selbst ist alles andere als unheimlich. Sie ist neugierig, warmherzig und steckt voller verrückter Ideen. Doch nicht nur sie, auch alle anderen Figuren sind sehr liebenswert dargestellt.

Besonders spannend wird ihr Leben, als Nelly entgegen aller Warnungen der Mutter heimlich weiter experimentiert und schließlich sogar versucht, ihr geliebtes Alpaka mithilfe eines Gewitters wiederzubeleben. Die Szenen rund um diesen waghalsigen Versuch sind aufregend, leicht gruselig und gleichzeitig sehr humorvoll.

Die kleinen Notizbucheinträge und die lustigen Missgeschicke sorgen zusätzlich dafür, dass das Lesen nie langweilig wird. Meine Tochter war von der Geschichte absolut begeistert, besonders von Nellys mutiger und chaotischer Art. Einziger Wermutstropfen: Am Ende bleibt ein wichtiges Detail leider ungeklärt. Gerade Kinder, die gerne „alles verstehen“, könnten das ein wenig frustrierend finden. Das hat für uns den Gesamteindruck minimal getrübt.

Trotzdem bleibt „Little Miss Frankenstein“ ein rundum charmantes, witziges und spannendes Kinderbuch, das Lust auf mehr macht. Und wir freuen uns auf die Fortsetzung, dann klärt sich das eine oder andere Detail sicher noch.