Wenn Blitze Alpakas zum Leben erwecken
Nelly Frankenstein trägt einen Namen, der schwerer wiegt, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Während ihre Eltern alles daransetzen, das berühmte Erbe ihres Vorfahren Dr. Frankenstein möglichst zu ignorieren, träumt Nelly davon, genau in dessen Fußstapfen zu treten. Erfinden, tüfteln, ausprobieren, das ist ihr Ding. Und weil sie mit ihren Ideen meist allein gelassen wird, probiert sie vieles heimlich aus. Mit… sagen wir mal… sehr unterschiedlichem Erfolg.
Das Setting rund um das alte Familienschloss, das obendrein spukt, ist wunderbar gewählt und schafft sofort eine leicht gruselige, aber nie bedrohliche Atmosphäre. Spätestens als ein vermeintlich totes Alpaka durch einen Blitzschlag wieder zum Leben erwacht und dann auch noch sprechen kann, nimmt die Geschichte ordentlich Fahrt auf. Monserrat, das Alpaka, ist dabei ganz klar ein Highlight für uns gewesen: witzig, ein bisschen überdreht und ein perfekter Gegenpart zu Nelly.
Der Schreibstil ist locker, humorvoll und sehr gut für jüngere Leser lesbar. Erzählt wird aus Nellys Ich-Perspektive, wodurch man ihr schnell nahekommt. Besonders gelungen fand ich die eingestreuten Tagebucheinträge, in denen sie ihre Erfindungen dokumentiert. Diese lockern die Geschichte auf, bringen viel Humor mit und geben einen schönen Einblick in Nellys Gedankenwelt. Auch die Illustrationen tragen viel zur Atmosphäre bei und machen das Buch zusätzlich lebendig.
Nelly selbst ist eine sympathische Hauptfigur: manchmal zwar seht tollpatschig, aber immer mit dem Herzen am richtigen Fleck. Sie weiß, was sie will, und lässt sich von Rückschlägen nicht entmutigen. Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt und Selbstvertrauen sind präsent, ohne belehrend zu wirken.
Ein kleiner Kritikpunkt bleibt für mich dennoch: Einige der Experimente, die Nelly durchführt, bewegen sich in einem Bereich, den ich für ein Kinderbuch etwas problematisch finde. Gerade der Umgang mit Strom oder gefährlichen Situationen wird stellenweise sehr locker dargestellt, was bei jüngeren Leser*innen durchaus Nachahmungsgedanken auslösen könnte. Hier hätte ich mir etwas mehr Vorsicht oder klarere Konsequenzen gewünscht.
Trotzdem überwiegt der positive Eindruck deutlich. Die Geschichte ist fantasievoll und voller Charme und eignet sich hervorragend zum Vorlesen oder Selberlesen. Ich würde das Buch besonders Kindern ab etwa 8 Jahren empfehlen, die Freude an schrägen Abenteuern, liebenswerten Figuren und ein bisschen Grusel haben.
Das Setting rund um das alte Familienschloss, das obendrein spukt, ist wunderbar gewählt und schafft sofort eine leicht gruselige, aber nie bedrohliche Atmosphäre. Spätestens als ein vermeintlich totes Alpaka durch einen Blitzschlag wieder zum Leben erwacht und dann auch noch sprechen kann, nimmt die Geschichte ordentlich Fahrt auf. Monserrat, das Alpaka, ist dabei ganz klar ein Highlight für uns gewesen: witzig, ein bisschen überdreht und ein perfekter Gegenpart zu Nelly.
Der Schreibstil ist locker, humorvoll und sehr gut für jüngere Leser lesbar. Erzählt wird aus Nellys Ich-Perspektive, wodurch man ihr schnell nahekommt. Besonders gelungen fand ich die eingestreuten Tagebucheinträge, in denen sie ihre Erfindungen dokumentiert. Diese lockern die Geschichte auf, bringen viel Humor mit und geben einen schönen Einblick in Nellys Gedankenwelt. Auch die Illustrationen tragen viel zur Atmosphäre bei und machen das Buch zusätzlich lebendig.
Nelly selbst ist eine sympathische Hauptfigur: manchmal zwar seht tollpatschig, aber immer mit dem Herzen am richtigen Fleck. Sie weiß, was sie will, und lässt sich von Rückschlägen nicht entmutigen. Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt und Selbstvertrauen sind präsent, ohne belehrend zu wirken.
Ein kleiner Kritikpunkt bleibt für mich dennoch: Einige der Experimente, die Nelly durchführt, bewegen sich in einem Bereich, den ich für ein Kinderbuch etwas problematisch finde. Gerade der Umgang mit Strom oder gefährlichen Situationen wird stellenweise sehr locker dargestellt, was bei jüngeren Leser*innen durchaus Nachahmungsgedanken auslösen könnte. Hier hätte ich mir etwas mehr Vorsicht oder klarere Konsequenzen gewünscht.
Trotzdem überwiegt der positive Eindruck deutlich. Die Geschichte ist fantasievoll und voller Charme und eignet sich hervorragend zum Vorlesen oder Selberlesen. Ich würde das Buch besonders Kindern ab etwa 8 Jahren empfehlen, die Freude an schrägen Abenteuern, liebenswerten Figuren und ein bisschen Grusel haben.