Letztes Urteil: Düster-faszinierende Dystopie aus Sporen und Stahl
Das Buch hat eine herrlich fremdartige, morbide Grundstimmung, die sich wohltuend von der üblichen Einheitsbrei-Endzeit abhebt.
Die Prämisse, die postapokalyptische Welt aus den Augen eines empfindsamen Pilzwesens zu erleben, das durch die Aufnahme menschlicher Gene eine humanoide Gestalt annimmt, um seine geraubte Spore zurückzuholen, ist wunderbar unverbraucht und poetisch gedacht. Der Abgrund mit seiner unbarmherzigen, hypermutierten Natur – wo Chimären aus Schuppen, Fell und Insektenaugen einander zerfleischen und Gene im Sekundentakt mutieren – erzeugt ein bedrückendes, bildgewaltiges Kopfkino.
Wie An Zhe als naiver, fast unschuldiger Pilz auf die verrohte Menschheit trifft und im Panzerwagen der Söldner erst die Grausamkeit und Übergriffigkeit, aber eben auch Schutz und Kameradschaft kennenlernt, hat eine enorme emotionale Spannweite. Dass das Tribunal am Stützpunkt mit seinen eiskalten Inquisitoren Jagd auf unerkannte Xenogene macht und dabei ohne Vorwarnung kurzen Prozess macht, schraubt den Spannungsbogen vor den Toren der Stadt massiv in die Höhe.
Der harte Kontrast zwischen der sanften Pilznatur und dem brutalen Überlebenskampf in der menschlichen Kolonie funktioniert hervorragend, weshalb ich diesen Roman sehr gerne ganz lesen möchte.
Die Prämisse, die postapokalyptische Welt aus den Augen eines empfindsamen Pilzwesens zu erleben, das durch die Aufnahme menschlicher Gene eine humanoide Gestalt annimmt, um seine geraubte Spore zurückzuholen, ist wunderbar unverbraucht und poetisch gedacht. Der Abgrund mit seiner unbarmherzigen, hypermutierten Natur – wo Chimären aus Schuppen, Fell und Insektenaugen einander zerfleischen und Gene im Sekundentakt mutieren – erzeugt ein bedrückendes, bildgewaltiges Kopfkino.
Wie An Zhe als naiver, fast unschuldiger Pilz auf die verrohte Menschheit trifft und im Panzerwagen der Söldner erst die Grausamkeit und Übergriffigkeit, aber eben auch Schutz und Kameradschaft kennenlernt, hat eine enorme emotionale Spannweite. Dass das Tribunal am Stützpunkt mit seinen eiskalten Inquisitoren Jagd auf unerkannte Xenogene macht und dabei ohne Vorwarnung kurzen Prozess macht, schraubt den Spannungsbogen vor den Toren der Stadt massiv in die Höhe.
Der harte Kontrast zwischen der sanften Pilznatur und dem brutalen Überlebenskampf in der menschlichen Kolonie funktioniert hervorragend, weshalb ich diesen Roman sehr gerne ganz lesen möchte.