Eine ungewöhnliche Liebe in einer zerstörten Welt

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Ich war ehrlich gesagt anfangs sehr skeptisch. Boys Love und ein Pilz, der sich als Mensch ausgibt? Klingt erstmal ziemlich abgefahren. Ist es vielleicht auch. Aber der Autor schafft es innerhalb kürzester Zeit die Welt so zu beschreiben, dass das Setting einfach passt. Generell finde ich das Worldbuilding sehr gelungen. Man kann sich das dystopische Szenario sehr gut vorstellen und erfährt auch Hintergründe und Entwicklungen.
Ich würde also sagen "Little Mushroom 1" ist kein gewöhnlicher Boys-Love-Roman. Die Geschichte lebt vor allem von ihrer düsteren Atmosphäre, den moralischen Konflikten und der besonderen Dynamik zwischen An Zhe und Lu Feng. Die beiden Protagonisten werden sehr gut herausgearbeitet und beschrieben. Ich finde die Entwicklung der beiden durchweg authentisch und realistisch und ich mag vor allem An Zhe einfach gerne. Der kleine Pilz ist wirklich sympathisch.
Man muss allerdings mit einigem Blutvergießen rechnen. Von dem her ist das Buch vielleicht nicht für jeden geeignet. Wer aber Danmei mit tiefgründiger Handlung, Slow Burn und emotionaler Spannung liebt, sollte dieses Buch unbedingt lesen.