Berührend

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anana Avatar

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„Ich habe die Hände meines Vaters nie weggeschoben. Ich habe mich ihnen immer nur entgegengereckt.“

Mit „Löwe“ ist Sonya Walger eine berührende und lange nachhallende Vater-Tochter-Geschichte gelungen. Dass sie autobiografisch geprägt ist, spürt man als Leser in jeder Zeile.

Die Beziehung zu ihrem charismatischen, zugleich aber nie ganz greifbaren Vater, den sie „Löwe“ nennt, fordert der Tochter von klein auf vieles ab. Sicherheit und Stabilität kann er ihr nie geben und dennoch bleibt die unstillbare Sehnsucht nach seiner Liebe. Diesem Spannungsfeld widmet sich die Autorin mit großer Empathie und beeindruckender Eindringlichkeit, ohne jemals in Kitsch oder Plattitüden abzurutschen.

Besonders gefallen hat mir, dass der Vater trotz seiner zahlreichen Fehler und Versäumnisse nicht eindimensional als schlechter Mensch dargestellt wird. Gerade diese Vielschichtigkeit macht die Geschichte so glaubwürdig und berührend.

Eine klare Leseempfehlung.