der entschwindende Vater

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aurelia23 Avatar

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Ich kenne die Schauspielerin Sonya Walger nicht und wäre auf dem Weg ihrer Prominenz wohl kaum auf ihr Buch gestoßen. Es handelt sich um eine Art Biographie ihres schillernden aber zutiefst unzuverlässigen Vaters und ihrem schwierigen Verhältnis zu ihm.
Sprachlich hat mir das schmale Buch sehr gut gefallen, einige Szenen werden so zutreffend und prägnant beschrieben, dass man sich viele Zitate hat aufschreiben wollen. Man spürt an jeder Stelle wie sehr sie diesen Mann liebt, verehrt, verabscheut und immer wieder von ihm enttäuscht wird. Ein Mann von dessen Biographie als Film bestimmt ein großer Reiz ausginge aber den man sich wohl kaum als Vater wünscht. Oft springt die Autorin in den Zeiten und Ereignissen hin und her was mich beim Lesen öfters rausgebracht hat und ich erstmal forschen musste um wenn es wann nun wohl gerade geht - mein einziger kleiner Kritikpunkt an dieser ansonsten wirklich lohnenswerten Vater-Tochter-Geschichte.