eine persönliche familien geschichte

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sleepinthegvrdn Avatar

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ich bin mit ziemlich viel neugier reingegangen weil allein diese vater-tochter-konstellation schon direkt nach einer intensiven geschichte klingt und genau das hat sich für mich auch bestätigt. es ist so ein buch das sich weniger wie eine klare handlung anfühlt sondern eher wie erinnerungsstücke aus einem sehr prägenden leben. das cover wirkt auf mich ziemlich edel und ruhig, fast ein bisschen zurückgenommen was ganz gut passt weil die geschichte selbst auch nicht laut erzählt ist sondern eher über diese sehr persönlichen momente funktioniert. der schreibstil ist eher ruhig und beobachtend, ich bin gut reingekommen aber es ist kein buch das einen durch tempo packt. eher so eins bei dem man immer wieder kurz hängen bleibt weil einzelne szenen oder gedanken nachwirken. manchmal war mir die erzählweise etwas sprunghaft aber irgendwie passt das auch zu dieser erinnerungsstruktur. die figur des vaters fand ich gleichzeitig faszinierend und anstrengend weil er so überlebensgroß wirkt aber eben auch sehr zerstörerisch. ich hatte oft das gefühl das ich ihn nicht richtig greifen kann, genau wie die erzählerin selbst. am meisten hat mich diese mischung aus bewunderung und verletzung beschäftigt weil ich beim lesen ständig hin- und hergerissen war zwischen „was für ein mensch” und „das ist auch ganz schön viel chaos”. insgesamt war es für mich ein intensiver, eher leiser roman der vor allem durch seine emotionale wucht funktioniert. ich würde ihn allen empfehlen die gern sehr persönliche familiengeschichten lesen bei denen es weniger um eine klare story und mehr um eine prägende beziehung geht.