Komplizierte Vater-Tochter-Beziehung
»Mit Inbrunst glaubt er an eine Welt, die nur er allein sieht. Mein Vater lebt wie der Fallschirmspringer, der er einmal werden soll. Er bringt sein Leben damit zu, sich ins Unbekannte zu stürzen, sich über alle Regeln hinwegzusetzen, die für andere gelten, und die Konsequenzen abzuwarten, die ihn erst viel später einholen.« (Zitat S. 69)
Die Autorin Sonya Walger beginnt, über ihren Vater als Mensch und nicht nur als Elternteil nachzudenken, als sie selbst Mutter wird.
Welche Geschichte steht hinter ihrem Vater, welches Leben hat er gelebt, was trieb ihn an?
Ihre Eltern sind kurz, aber leidenschaftlich verheiratet. Ihr Vater genießt sein Leben, geht keiner geregelten Arbeit nach, verschwindet immer wieder, utaucht plötzlich wieder auf. Er ist Rennfahrer, Polospieler, dealt und landet im Knast, er träumt vom Fallschirmspringen, erfüllt sich diesen Traum und springt immer wieder.
Der Vater heiratet erneut, hat eine Affäre nach der anderen und auch Stiefgeschwister kommen für Sonya hinzu.
Walger erzählt rückblickend einige ihrer Lebensabschnitte, ihrem Aufwachsen in England bei der Mutter, den Besuchen beim Vater in Argentinien und Chile. Sie fühlt sich mit ihrem Vater verbunden, vermisst ihn, liebt und hasst den immer verschwindenden und unzuverlässigen Vater. Über diese Zerrissenheit schreibt Walger ehrlich, einfühlsam und eindrucksvoll. Als Erwachsene entscheidet sie sich für einen Ort, braucht Halt.
"Ich will mich da verwurzeln, wo ich bin. Ich will still stehen. Der Ort sein, wo andere sich versammeln. Ich will mich selbst beisammenhalten, weil ich weiß, wie leicht wir uns zerstreuen und verloren gehen können." (Zitat S. 44)
Zum Buchtitel lässt sich sagen, dass der Vater den Spitznamen "Löwe" von seinen Freunden erhalten hat, er war für sie ein lebender Beweis, dass Altwerden nicht den Tod der Freiheit bedeuten muss.
Die Autorin Sonya Walger beginnt, über ihren Vater als Mensch und nicht nur als Elternteil nachzudenken, als sie selbst Mutter wird.
Welche Geschichte steht hinter ihrem Vater, welches Leben hat er gelebt, was trieb ihn an?
Ihre Eltern sind kurz, aber leidenschaftlich verheiratet. Ihr Vater genießt sein Leben, geht keiner geregelten Arbeit nach, verschwindet immer wieder, utaucht plötzlich wieder auf. Er ist Rennfahrer, Polospieler, dealt und landet im Knast, er träumt vom Fallschirmspringen, erfüllt sich diesen Traum und springt immer wieder.
Der Vater heiratet erneut, hat eine Affäre nach der anderen und auch Stiefgeschwister kommen für Sonya hinzu.
Walger erzählt rückblickend einige ihrer Lebensabschnitte, ihrem Aufwachsen in England bei der Mutter, den Besuchen beim Vater in Argentinien und Chile. Sie fühlt sich mit ihrem Vater verbunden, vermisst ihn, liebt und hasst den immer verschwindenden und unzuverlässigen Vater. Über diese Zerrissenheit schreibt Walger ehrlich, einfühlsam und eindrucksvoll. Als Erwachsene entscheidet sie sich für einen Ort, braucht Halt.
"Ich will mich da verwurzeln, wo ich bin. Ich will still stehen. Der Ort sein, wo andere sich versammeln. Ich will mich selbst beisammenhalten, weil ich weiß, wie leicht wir uns zerstreuen und verloren gehen können." (Zitat S. 44)
Zum Buchtitel lässt sich sagen, dass der Vater den Spitznamen "Löwe" von seinen Freunden erhalten hat, er war für sie ein lebender Beweis, dass Altwerden nicht den Tod der Freiheit bedeuten muss.