Nachdenklich stimmend
Das Buch "Löwe" von Sonya Walger kommt in einem sommerfrischen Cover-Design daher, aber stimmt nachdenklich. Die Autorin erzählt und reflektiert ihre Lebensgeschichte mit Fokus auf ihren Vater. Diese Vater-Tochter-Beziehung ist von Unstetigkeit geprägt. Als Leserin kam mir öfter der Gedanke eines Kontaktabbruchs, aber es ist nun mal ihr Vater. So ist es dennoch bewundernswert, dass sie die Verbindung aufrecht erhält, obwohl es m.E. mehr schwierige als gute Momente gibt. Es wird deutlich, wie all die Erlebnisse sie in ihrem Sein, vor allem auch als Mutter, prägen. Der Schreibstil ist temporeich und bei den wechselnden zeitlichen Sprüngen muss man sich manchmal erst wieder in den Abschnitten der Geschichten orientieren.
Das Buch ist wahrscheinlich sowohl für Leser*innen mit einer ebenso unsteten Vater-Tochter-Beziehung als auch mit einem präsenteren Vater interessant. Und für Menschen mit Bezug zu Südamerika, da der Vater Argentinier ist und einige Szenen in Buenos Aires stattfinden.
Das Buch ist wahrscheinlich sowohl für Leser*innen mit einer ebenso unsteten Vater-Tochter-Beziehung als auch mit einem präsenteren Vater interessant. Und für Menschen mit Bezug zu Südamerika, da der Vater Argentinier ist und einige Szenen in Buenos Aires stattfinden.