Teilzeit-Vater
Sonya Walger erzählt in diesem Buch von ihrem Vater. Ein Mann, der ein unstetes Leben führt, vermutlich ständig klamm ist, wenig Verantwortungsgefühl hat, Drogen nimmt und seiner Tochter immer wieder neue Partnerinnen vorstellt. Erstaunlicherweise hat er keine Probleme neue Frauen für sich zu gewinnen.
Die Besuche bei ihm sind häufig nur kurz und nicht immer mit positiven Erinnerungen behaftet. Zwischen den Zeilen spürt man, wie sehr sie als Kind unter der Situation gelitten hat.
Sonya Walgers Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig. Ich mag Romane, in denen in Rückblicken auf vergangene Begebenheiten eingegangen wird. Aber in diesem Buch wird innerhalb weniger Absätze zwischen mehreren Zeiten hin und her gewechselt. Mir fehlt hier einfach der rote Faden, an dem ich mich als Leserin entlanghangeln kann. Vielleicht konnte mich deshalb die Geschichte nicht wirklich fesseln.