Vaterschaft

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Ein Mann auf der Suche nach sich selbst (und Erwerbsmöglichkeiten ohne geregelte Arbeitszeiten) versucht, ein Vater zu sein. Er ist abwesend, aber auch mal anwesend, er versucht es zumindest. Die Autorin bringt sehr gut die innere Zerrissenheit und Unsicherheit dieses Menschen rüber, der - trotz Chancen über das Elternhaus - doch nie auf Dauer irgendwo Fuß fassen konnte, weder privat noch beruflich. Die Autorin springt in der Zeit, erzählt nicht ganz konsequent linear, was die Geschichte um Einiges interessanter macht. Sie schreibt sehr fesselnd, man kann das Buch kaum aus der Hand legen, obwohl es vom Thema her eine Familiengeschichte ist und gerade kein Kriminalroman. Sie schafft es, ihre Beziehung zu ihrem Vater sehr lebendig darzustellen. Dies ist ihr vielleicht nur möglich, weil es sich um das wirkliche Leben handelt und das Ganze autobiographisch geprägt ist. Die Geschichte dürfte ruhig hundert Seiten mehr haben, unbedingte Leseempfehlung.