Ein eigener Götterkosmos

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an_gina Avatar

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​Inhalt:
Harlow hasst Götter. Doch als ihr Dorf angegriffen und ihre beste Freundin tödlich verwundet wird, geht sie einen Pakt mit Loki ein. Für das Heilmittel hilft sie ihm, an den heiligen Pfeil des Liebesgottes Amor zu gelangen. Auf ihrer Mission trifft sie ein Fluch: Sie können sich nicht voneinander entfernen, ohne tödliche Schmerzen zu erleiden. Je mehr Zeit Harlow mit Loki verbringt, desto mehr hinterfragt sie alles. Nur ahnt sie nicht, dass Loki einen Plan verfolgt, der ihre Welt ins Chaos stürzen wird ...
Kann der Gott der Lügen wahrhaftig lieben und seine eigenen Pläne für sie aufgeben?

​Vorab:
Das ist der erste Teil des Loki-Duetts von Franka Neubauer. Es wird aus zwei Perspektiven geschrieben.

​Meine Meinung:
Mensch... hier findet sich das Phänomen von „zu hohen Erwartungen“. Ich wollte es lieben. Loki oder Hades sind für mich immer Gründe, ein Buch zu lesen, da mich "Morally Grey Characters" immer und immer wieder in ihren Bann ziehen. Doch hier konnten meine Erwartungen leider nicht erfüllt werden.

​Zuerst einmal möchte ich ein großes Lob für das Design aussprechen. Es ist wirklich ein wunderschönes Buch und die Charakterillustrationen im Klappeninneren haben mich, neben der Grundidee der Geschichte, unfassbar neugierig gemacht. Auch dass die Autorin eine Geschichte erzählen wollte, in der die Götter nicht so sind, wie wir sie erwarten, und sie verschiedene Mythologien in einem Kosmos verwebt, fand ich eine faszinierenden Punkt.

​Meine Probleme mit dem Buch waren eher subjektiv. Das größte von ihnen: Ich konnte die Emotionen keine Sekunde glauben. Sie kamen einfach nicht bei mir an, kein einziger Funke. Weder die sich entwickelnde Anziehung noch die aufkeimende Liebe waren für mich greifbar. All diese Gefühle lasen sich wie Erzählungen aus einem Märchen, aber nicht wie tatsächlich gelebt.
​Auch Loki, der eigentliche Grund, warum ich das Buch lesen wollte, war für mich ein Dorn im Auge. Er sollte hinterlistig und mysteriös sein, aber auch das kam bei mir nicht an. Ich glaube, hier sollten viele Emotionen ausgelöst werden, aber mich haben sie absolut kaltgelassen. Dadurch war das Buch für mich einfach nur eine leichte Lektüre für zwischendurch. Da konnte weder die interessante Problematik des Fluchs noch der süße Wassergeist darüber hinweghelfen.

​Fazit:
Alles in allem ein Buch, das man lesen kann, aber für mich persönlich kein Highlight. Die Autorin konnte mich mit einem flotten und angenehmen Stil am Lesen halten. Auch der würdige Cliffhanger hat noch einmal Schwung für eine Fortsetzung aufgebaut.

​Bewertung:
​Cover: 5 Sterne
​Erzählstil: 3,5 Sterne
​Handlung: 3,5 Sterne
​Charaktere: 2,5 Sterne
​Gefühle: 2,5 Sterne
​Gesamt: 3 Sterne

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