Loki verschenkt leider sein Potential...
Auf diesen Auftakt hatte ich mich unheimlich gefreut! Ich liebe Romantasy, Mythologie und Götter als Love Interests und dazu Loki als Protagonist - es hätte ein Highlight werden müssen - wurde es leider nicht.
Äußerlich ist das Buch ansprechend und auch der Farbschnitt gut gestaltet.
Das Setting in einer selbst erschaffenen Welt, in der aus der Historie bedingt, die Menschen von den Göttern getrennt leben und das Tor von den "Agrai" als Wächterinnen bewacht wird, fand ich wirklich spannend. Auch als Orte aus der Götterwelt betreten wurden, wollte ich gern mehr "sehen", das bliebt leider viel zu oft aus. Ich konnte mir dennoch ein grobes Bild machen.
Der Schreibstil las sich ganz gut, zumeist aus der POV von Harlow, ab und zu auch aus Lokis Sicht.
Hier ist aber auch einer der großen Schwachpunkte der Geschichte - die Charaktere. Die Grundidee zu beiden ist gut, die Ausarbeitung bzw Umsetzung leider nicht. Harlow bringt eine krasse Backgroundstory mit und hat es wirklich nicht leicht, scheint dennoch recht gefasst und stark - und entscheidet sich im verlauf dann oft maßlos naiv. Das passte für mich kaum zusammen. Genauso wie ihre plötzlichen Gefühle - sei es der ständige unbegründete Hass z.B. gegenüber Loki, als auch ihre anfängliche Neugier für ihre Herkunft, der sie später nicht nachgegangen ist, obwohl daraus offensichtlich mehr Attribute bei ihr hervorgegangen sind als nur die Stärke der Agrai. Ähnlich ging es mir mit Loki. Als Gott des Chaos und der Lügen bietet er so viel Potential für einen morally grey Love Interest und ich hätte mir neben dem Aussehen des von Marvel bekannten Charakters auch ein bisschen mehr sein Verhalten gewünscht. Bis auf einen geheimen Plan und ein paar Spitzen hin und wieder an Harlow in den Dialogen, erfuhr man aus seiner Sicht viel zu schnell wie er wirklich tickt und auch die Gefühle in der Beziehung kamen auf beiden Seiten zu unerklärt und schnell. Abgesehen davon, dass Harlow immer wieder ihre Abneigung kundtut, hatte sie aber viel zu viel Vertrauen und zu wenig Skepsis für meinen Geschmack.
Die Nebencharaktere waren ganz nett, ihre Freundin und auch den Wassergeist mochte ich.
Die Reise auf der Suche nach Lokis Plan und einem Heilmittel wirkte leider auch eher wie in einem Jugendbuch. Eine Reise aus mehreren Stationen, kurzer Gefahr, die schnell überwunden wird und sie können weiter. Hier fehlte mir eine ganze Menge für eine gelungene Fantasy.
Das ist leider auch mein Fazit zum ganzen Buch. Es wirkt abgesehen von den "Wesen" eher geschrieben wie eine einfache Romance-Story. Das passte weder zur Geschichte noch zu den Charakteren. Die Lovestory war nicht nachvollziehbar und Gefühle kamen nicht rüber. Das Ende war vorhersehbar genauso wie der kleine "Twist". Ich bin leider enttäuscht und weiß nicht, ob ich Band 2 lesen werde.
Wer Romantasy und Fantasy kennt wird hier eher enttäuscht. Wer Einsteiger in dem Genre ist oder sonst eher Romance liest findet hier vllt ein gutes Anfängerbuch.
Äußerlich ist das Buch ansprechend und auch der Farbschnitt gut gestaltet.
Das Setting in einer selbst erschaffenen Welt, in der aus der Historie bedingt, die Menschen von den Göttern getrennt leben und das Tor von den "Agrai" als Wächterinnen bewacht wird, fand ich wirklich spannend. Auch als Orte aus der Götterwelt betreten wurden, wollte ich gern mehr "sehen", das bliebt leider viel zu oft aus. Ich konnte mir dennoch ein grobes Bild machen.
Der Schreibstil las sich ganz gut, zumeist aus der POV von Harlow, ab und zu auch aus Lokis Sicht.
Hier ist aber auch einer der großen Schwachpunkte der Geschichte - die Charaktere. Die Grundidee zu beiden ist gut, die Ausarbeitung bzw Umsetzung leider nicht. Harlow bringt eine krasse Backgroundstory mit und hat es wirklich nicht leicht, scheint dennoch recht gefasst und stark - und entscheidet sich im verlauf dann oft maßlos naiv. Das passte für mich kaum zusammen. Genauso wie ihre plötzlichen Gefühle - sei es der ständige unbegründete Hass z.B. gegenüber Loki, als auch ihre anfängliche Neugier für ihre Herkunft, der sie später nicht nachgegangen ist, obwohl daraus offensichtlich mehr Attribute bei ihr hervorgegangen sind als nur die Stärke der Agrai. Ähnlich ging es mir mit Loki. Als Gott des Chaos und der Lügen bietet er so viel Potential für einen morally grey Love Interest und ich hätte mir neben dem Aussehen des von Marvel bekannten Charakters auch ein bisschen mehr sein Verhalten gewünscht. Bis auf einen geheimen Plan und ein paar Spitzen hin und wieder an Harlow in den Dialogen, erfuhr man aus seiner Sicht viel zu schnell wie er wirklich tickt und auch die Gefühle in der Beziehung kamen auf beiden Seiten zu unerklärt und schnell. Abgesehen davon, dass Harlow immer wieder ihre Abneigung kundtut, hatte sie aber viel zu viel Vertrauen und zu wenig Skepsis für meinen Geschmack.
Die Nebencharaktere waren ganz nett, ihre Freundin und auch den Wassergeist mochte ich.
Die Reise auf der Suche nach Lokis Plan und einem Heilmittel wirkte leider auch eher wie in einem Jugendbuch. Eine Reise aus mehreren Stationen, kurzer Gefahr, die schnell überwunden wird und sie können weiter. Hier fehlte mir eine ganze Menge für eine gelungene Fantasy.
Das ist leider auch mein Fazit zum ganzen Buch. Es wirkt abgesehen von den "Wesen" eher geschrieben wie eine einfache Romance-Story. Das passte weder zur Geschichte noch zu den Charakteren. Die Lovestory war nicht nachvollziehbar und Gefühle kamen nicht rüber. Das Ende war vorhersehbar genauso wie der kleine "Twist". Ich bin leider enttäuscht und weiß nicht, ob ich Band 2 lesen werde.
Wer Romantasy und Fantasy kennt wird hier eher enttäuscht. Wer Einsteiger in dem Genre ist oder sonst eher Romance liest findet hier vllt ein gutes Anfängerbuch.