Actionreiche Geschichte

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ellinorliest Avatar

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Wer den Titel dieses Buches liest, vermutet, dass Lola die Hauptfigur der Geschichte ist. Doch Lola ist nur eine Randfigur. Die eigentliche Hauptperson ist ein namenloses Mädchen, das mit seiner Mutter in einem Van auf einem Hinterhof in Brisbane lebt. Die beiden sind schon lange auf der Flucht und leben alle paar Jahre in einer anderen Stadt. Das Mädchen ist nun fast 18 Jahre alt. Ihr größter Traum ist es, Kunst zu studieren und einmal eine Ausstellung im MOMA zu haben. Doch aktuell ist sie noch als Drogenkurierin unterwegs. Eines Tages stirbt ihre Mutter, ohne ihr mehr über ihre Herkunft oder ihren Namen erzählt zu haben. Nun kann ihr nur noch, das Mädchen im Spiegel helfen.
Lola in the Mirror ist ein ungewöhnliches Buch, das auch völlig anders als erwartet war. Eigentlich besteht es aus zwei Teilen: zunächst geht es darum, dass das Mädchen das Geheimnis ihrer Identität lüftet. Danach muss es einen Ausweg aus ihrer Situation als Drogenkurierin finden. Gerade dieser letzte Teil ist ziemlich spannend und actiongeladen. Lola spielt dabei eigentlich gar nicht so eine große Rolle. Das fand ich ein bisschen schade, denn so passt der Titel nur bedingt.
Ich habe das Buch gerne gelesen, würde es aber trotzdem nicht unbedingt einer breiten Masse empfehlen. Es ist eher ein Jugendbuch, auch wenn es anders vermarktet wird. Daher sollte man auch mit der entsprechenden Erwartung dran gehen. Ich mochte die bunte Mischung aus verschiedenen Stilrichtungen (Coming of Age, Thriller, Liebesgeschichte) und fand die verschiedenen Figuren gut gestaltet. Wer also eine innovative Geschichte sucht, ist mit Lola im Spiegel, wie es in der deutschen Übersetzung heißt, bestens bedient.