Auf der Suche nach der eigenen Identität
Ein namenloses 17jähriges Mädchen lebt mit der Mutter in einem kaputten Van auf einem Schrottplatz in der Nähe des Brisbane River. Sie waren viele Jahre lang auf der Flucht, denn die Mutter hat vor langer Zeit etwas sehr Schlimmes getan und wird noch immer von der Polizei gesucht. Deshalb hat die Frau, die sich Erica Finlay nennt, dem Mädchen nie seinen Namen gesagt. Sie will ihre Geschichte erst erzählen, wenn ihre Tochter 18 ist und niemand sie in eine Einrichtung sperren kann. Dann will sie sich auch der Polizei stellen. Ihren kargen Lebensunterhalt verdienen die beiden, indem sie für die grausame Flora Box genannt Lady Flo und ihren Sohn Brandon Drogen ausliefern. Keiner kommt aus diese Milieu wieder heraus. Doch dann ertrinkt die Mutter, als sie ein Baby rettet, und die Tochter wird erst einmal keine Antworten auf ihre Fragen finden. Die talentierte Zeichnerin gibt jedoch nicht auf und verliert ihren Traum, eine berühmte Künstlerin zu werden, nicht aus den Augen. Immer wieder malt sie sich aus, wie am Ende ihres langen Lebens ein Kunstkenner im Metropolitan Museum Of Art in New York ihre Kunst lobt und ihre Lebensgeschichte erzählt. Doch noch ist es nicht so weit. Das Mädchen findet zwar Unterstützung und Hilfe und begegnet in dem jungen Danny Collins aus reichem Hause der Liebe ihres Lebens, gerät jedoch in lebensbedrohliche Situationen und gewalttätige Auseinandersetzungen, in denen auch Freunde und ein hilfsbereiter Polizist sterben.
Der Roman einer Identitätssuche hat mir – wie schon der Vorgänger “Der Junge, der das Universum verschlang“ – insgesamt gut gefallen, obwohl die Geschichte des Mädchens, das auf der Suche nach sich selbst immer wieder in Spiegelscherben schaut und Gespräche mit jemand namens Lola führt, trotz der dargestellten Grausamkeiten wenig realistisch ist und eher märchenhafte Züge trägt. Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass jemand aus diesem Milieu am Rande der Gesellschaft den Aufstieg zur berühmten Künstlerin schafft. Dennoch hat mich die Darstellung, die nicht frei von Längen ist, immer wieder verzaubert. So überwiegt am Ende doch der positive Eindruck.
Der Roman einer Identitätssuche hat mir – wie schon der Vorgänger “Der Junge, der das Universum verschlang“ – insgesamt gut gefallen, obwohl die Geschichte des Mädchens, das auf der Suche nach sich selbst immer wieder in Spiegelscherben schaut und Gespräche mit jemand namens Lola führt, trotz der dargestellten Grausamkeiten wenig realistisch ist und eher märchenhafte Züge trägt. Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass jemand aus diesem Milieu am Rande der Gesellschaft den Aufstieg zur berühmten Künstlerin schafft. Dennoch hat mich die Darstellung, die nicht frei von Längen ist, immer wieder verzaubert. So überwiegt am Ende doch der positive Eindruck.