Berührend und Spannend

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söphken Avatar

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„Lola im Spiegel“ hat mich von der ersten Seite an tief berührt. Es ist eines dieser Bücher, die man eigentlich nur kurz anfangen will und dann nicht mehr aus der Hand legen kann. Die Geschichte hat mich durch viele Emotionen getragen, von leiser Hoffnung bis hin zu schwerer Beklemmung, und ich hatte das Gefühl, Lola und ihrer Mutter ganz nah zu sein.

Besonders beeindruckt hat mich die Art, wie über Gewalt geschrieben wird. Sie wird nicht laut oder reißerisch dargestellt, sondern in ihren stillen, nachhaltigen Auswirkungen auf die Menschen. Gerade diese Zurückhaltung hat für mich eine große Wirkung entfaltet, weil sie zeigt, wie tief die Erlebnisse in den Figuren nachhallen und ihr ganzes Leben prägen.

Die Beziehung zwischen Mutter und Tochter hat mich immer wieder sehr berührt. Sie ist voller Nähe, Schutz und Liebe, aber auch von Unsicherheit und Angst durchzogen. Viele Momente zwischen den beiden haben mich innehalten lassen, weil sie so ehrlich und zerbrechlich wirkten.

Auch die Zeichnungen im Buch haben für mich etwas Besonderes geschaffen. Sie haben den Text nicht einfach nur begleitet, sondern mir Raum für eigene Gedanken und Gefühle gegeben. Dadurch wurde das Lesen zu einem fast schon stillen Dialog zwischen der Geschichte und mir selbst.

Am Ende habe ich das Buch mit einem vollen Herzen geschlossen. „Lola im Spiegel“ ist für mich eine bewegende, sensible Geschichte, die noch lange nachwirkt und mich daran erinnert hat, wie viel Kraft in Verbundenheit, Hoffnung und dem mutigen Blick auf sich selbst liegen kann.