Ein schmerzhaft-schönes Lesehighlight
„Lola im Spiegel“ hat mich völlig unvorbereitet getroffen. Ich hatte mir viel erhofft, aber was ich bekommen habe, war eine emotionale Urgewalt, die mich tief erschüttert und gleichzeitig bezaubert hat. Es ist eines dieser seltenen Bücher, die man trotz ihrer über 600 Seiten in nur zwei Abenden verschlingt, weil man der Sogwirkung der Geschichte einfach nicht entkommen kann.
Die Geschichte des namenlosen, 17-jährigen Mädchens, das mit seiner Mutter in einem Van auf einem Schrottplatz am Brisbane River lebt, ist hart, rau und teilweise von einer brutalen Realität geprägt. Trent Dalton schildert das Elend von Obdachlosigkeit, Drogengewalt und der ständigen Angst auf der Flucht so eindringlich.
Besonders fasziniert hat mich die Protagonistin selbst. Sie ist tough, weil sie es sein muss, aber in ihrem Inneren bewahrt sie sich eine sensible, künstlerische Seele. Ihr Kampf um die eigene Identität und die ständige Frage „Wer bin ich?“ haben mich tief bewegt. Manchmal scheint sie ihrem eigenen Körper zu entgleiten und ihr Leben wie eine Außenstehende zu betrachten – ein Gefühl, das Dalton sehr gut vermittelt.
Was diesen Roman für mich so besonders macht, ist die Synergie aus Text und Bild. Die wunderschönen Illustrationen zwischen den Kapiteln sind keine bloße Dekoration; sie sind die Sprache des Mädchens. Sie machen die Geschichte fast dreidimensional und geben ihr einen Hauch von einem „dunklen Märchen“. Es ist, als würde man direkt in ihre Skizzenbücher und damit in ihre Seele blicken.
Trotz all dem Schmerz, dem Verlust und der Hoffnungslosigkeit, die die Seiten durchziehen, ist da immer auch Licht. Der Autor schafft es, eine gewaltvolle Realität mit Optimismus und Menschlichkeit zu verweben. Besonders die emotionale Mitte des Buches hat mir echte Gänsehaut bereitet – eine so geschickte Verstrickung von Menschen und Situationen habe ich selten gelesen.
Mein Fazit: Auch wenn der Einstieg für manche vielleicht etwas Zeit braucht, hat mich das Buch vollends überzeugt. Es ist schmerzhaft, ehrlich und wunderschön zugleich. Trent Dalton hat mich als neuen Fan gewonnen!
Die Geschichte des namenlosen, 17-jährigen Mädchens, das mit seiner Mutter in einem Van auf einem Schrottplatz am Brisbane River lebt, ist hart, rau und teilweise von einer brutalen Realität geprägt. Trent Dalton schildert das Elend von Obdachlosigkeit, Drogengewalt und der ständigen Angst auf der Flucht so eindringlich.
Besonders fasziniert hat mich die Protagonistin selbst. Sie ist tough, weil sie es sein muss, aber in ihrem Inneren bewahrt sie sich eine sensible, künstlerische Seele. Ihr Kampf um die eigene Identität und die ständige Frage „Wer bin ich?“ haben mich tief bewegt. Manchmal scheint sie ihrem eigenen Körper zu entgleiten und ihr Leben wie eine Außenstehende zu betrachten – ein Gefühl, das Dalton sehr gut vermittelt.
Was diesen Roman für mich so besonders macht, ist die Synergie aus Text und Bild. Die wunderschönen Illustrationen zwischen den Kapiteln sind keine bloße Dekoration; sie sind die Sprache des Mädchens. Sie machen die Geschichte fast dreidimensional und geben ihr einen Hauch von einem „dunklen Märchen“. Es ist, als würde man direkt in ihre Skizzenbücher und damit in ihre Seele blicken.
Trotz all dem Schmerz, dem Verlust und der Hoffnungslosigkeit, die die Seiten durchziehen, ist da immer auch Licht. Der Autor schafft es, eine gewaltvolle Realität mit Optimismus und Menschlichkeit zu verweben. Besonders die emotionale Mitte des Buches hat mir echte Gänsehaut bereitet – eine so geschickte Verstrickung von Menschen und Situationen habe ich selten gelesen.
Mein Fazit: Auch wenn der Einstieg für manche vielleicht etwas Zeit braucht, hat mich das Buch vollends überzeugt. Es ist schmerzhaft, ehrlich und wunderschön zugleich. Trent Dalton hat mich als neuen Fan gewonnen!