Identität und Träume

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paulamarie Avatar

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Dieses Buch hat mich völlig überrascht und tief berührt. Die Geschichte eines namenlosen Mädchens, das mit seiner Mutter auf der Flucht lebt, ist rau, schmerzhaft und gleichzeitig voller leiser Hoffnung. Zwischen Obdachlosigkeit, Kriminalität und Identitätssuche kämpft die Protagonistin ums Überleben und darum, herauszufinden, wer sie eigentlich ist. Besonders eindrucksvoll ist, wie sie ihr Leben manchmal wie von außen betrachtet, fast losgelöst vom eigenen Körper. Der Text wird immer wieder von Illustrationen begleitet, die der Geschichte zusätzliche Tiefe verleihen und sie beinahe dreidimensional wirken lassen. Trotz des vielen Leids fühlt sich der Roman nicht hoffnungslos an. Es gibt Lichtblicke, Träume und zarte Momente von Liebe. Ein intensives, emotionales Buch, das lange nachhallt und mich wirklich sehr berührt hat. Obwohl es sich um ein so umfassendes Buch handelt, habe ich weniger als zwei Abende für dieses Buch gebraucht, es hat mich wirklich gefesselt.
Von diesem Autor möchte ich unbedingt noch mehr lesen! Eine große Empfehlung von mir.