Außergewöhnlich und intensiv!
Dieser Roman, aus der Sicht von Helena geschrieben, puh, ist wirklich ein ganz außergewöhnlich intensives und hochemotionales Leseerlebnis. Verwoben in die Anfänge der ehemaligen DDR verbirgt sich anscheinend ein von ihren Eltern verborgenes Geheimnis hinter der Familienfassade. Helena findet per Zufall den Mutterpass ihrer Mutter, und damit wird ihre leise Ahnung bestätigt, dass sie neben ihren fünf Geschwistern noch eine weitere Schwester hat, Lori, doch warum verschweigen die Eltern ihr Schicksal...? Und was hat es mit den Narben im Handinneren ihrer Eltern auf sich, woher rühren sie? Helena spürt instinktiv, dass etwas nicht stimmt in ihrer Familie, überhaupt scheint besonders ihre Mutter in einer eigenen Welt zu leben. Wenn sie nicht gerade schwanger ist und die Wäscheberge bewältigt, flüchtet sie sich in ihre Buchwelt. Ihr Vater, Rettungssanitäter, scheint eine große Bedeutung für Helena und die Geschwister zu haben. Ihn erwähnt die Protagonistin fortwährend in ihrem Text. Ich fand die Leseprobe sehr interessant und auch gut geschrieben. Das Cover mit dem unscharfen Foto zweier Kinder passt für mein Empfinden perfekt zur Geschichte, wobei es losgelöst vom Inhalt betrachtet natürlich kein Hingucker ist.