Das Schweigen einer Familie am verlassenen Bahnhof.
"Lori" entfaltet eine beklemmende und zugleich melancholische Atmosphäre im Thüringen der neunziger Jahre.
Mit einer beeindruckenden sprachlichen Präzision führt Anousch Mueller in das Leben von Leni ein, die inmitten von fünf Geschwistern aufwächst.
Der ungewöhnliche Schauplatz eines verlassenen Bahnhofs verleiht der Geschichte eine ganz eigene, fast schon unwirkliche Note. Mueller versteht es meisterhaft, die Haarrisse innerhalb dieses Familiengefüges sichtbar zu machen, ohne alles zu verraten.
Der Text ist durchzogen von einer Sprachlosigkeit, die zwischen den Zeilen lautstark nach einer Erklärung verlangt. Es ist faszinierend, wie die politische Umbruchstimmung jener Zeit subtil in das Private hineinwirkt und die Charaktere prägt.
Die Figur der Lori steht wie ein unsichtbares Zentrum im Raum, um das die Gedanken der Protagonistin kreisen.
Der Schreibstil ist psychologisch feinfühlig und lässt die Leserin / den Leser die emotionale Isolation der Kinder hautnah miterleben. Jede Naturbeschreibung und jede Interaktion zwischen den Geschwistern wirkt sorgfältig komponiert und voller Bedeutungsschwere.
Die Leseprobe deutet an, dass Schuld und Verdrängung die zentralen Motive dieser vielversprechenden Familiensaga sein werden. Die dichte Erzählweise erzeugt eine Sogwirkung, der man sich schon nach wenigen Seiten kaum entziehen kann.
Dieser Einblick macht große Hoffnung auf einen Roman, der die Nachwirkungen der Geschichte in den Seelen der Menschen ernst nimmt.
Mit einer beeindruckenden sprachlichen Präzision führt Anousch Mueller in das Leben von Leni ein, die inmitten von fünf Geschwistern aufwächst.
Der ungewöhnliche Schauplatz eines verlassenen Bahnhofs verleiht der Geschichte eine ganz eigene, fast schon unwirkliche Note. Mueller versteht es meisterhaft, die Haarrisse innerhalb dieses Familiengefüges sichtbar zu machen, ohne alles zu verraten.
Der Text ist durchzogen von einer Sprachlosigkeit, die zwischen den Zeilen lautstark nach einer Erklärung verlangt. Es ist faszinierend, wie die politische Umbruchstimmung jener Zeit subtil in das Private hineinwirkt und die Charaktere prägt.
Die Figur der Lori steht wie ein unsichtbares Zentrum im Raum, um das die Gedanken der Protagonistin kreisen.
Der Schreibstil ist psychologisch feinfühlig und lässt die Leserin / den Leser die emotionale Isolation der Kinder hautnah miterleben. Jede Naturbeschreibung und jede Interaktion zwischen den Geschwistern wirkt sorgfältig komponiert und voller Bedeutungsschwere.
Die Leseprobe deutet an, dass Schuld und Verdrängung die zentralen Motive dieser vielversprechenden Familiensaga sein werden. Die dichte Erzählweise erzeugt eine Sogwirkung, der man sich schon nach wenigen Seiten kaum entziehen kann.
Dieser Einblick macht große Hoffnung auf einen Roman, der die Nachwirkungen der Geschichte in den Seelen der Menschen ernst nimmt.