DDR-Geschichte, Kindheitserinnerungen und mehr

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poutschie Avatar

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Das Cover passt perfekt zum Inhalt: ein etwas verwaschenes Kinderfoto auf dem zwei Kinder sich zueinander beugen.
Das könnten gut Protagonistin Leni und ihre große Schwester Lori sein... Lori aber gibt es offiziell in der Kindheit von Leni nicht (mehr). Über sie wird nicht gesprochen, ihre Existenz wird geleugnet, aber Leni ahnt, dass da mehr sein muss.

Anousch Müller nimmt den Leser mit auf eine Reise in die traurigere DDR-Geschichte, in ein Leben, das von Bespitzelung der eigenen Liebsten bis hin zu einfach verhängten Strafen erzählt. Und sie nimmt den Leser mit auf eine Reise in Kindheitserinnerungen, die sich nicht alle verdrängen und wegreden lassen.
Dabei verliert Müller kein Wort zu viel. Die Sprache ist prägnant, aber fließend und leicht, so dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe. Soviel Leichtigkeit bei einem eher schweren Thema habe ich schon lange nicht mehr empfunden.
Klare Leseempfehlung!