Harte Kost

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nessaja Avatar

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Lori

Leni wächst mit vielen Geschwistern rund um die Zeit der Wiedervereinigung auf einem ehemaligen Bahnhof in Thüringen auf. Sie ist die Älteste der Geschwisterbande. Aber warum hat sie dieses unbestimmte Gefühl, dass das garnicht stimmt?
Geschrieben wurde das Buch von Anousch Mueller, einer 1979 in Erfurt geborenen Journalistin.
Es erschien im C.H.Beck Verlag und umfasst 205 Seiten. Es ist also ein schmales Büchlein. Da es auch sehr durchbrochen geschrieben ist, war ich relativ schnell durch. Es ist in fünf Teile gegliedert. Kapitel hat es keine, aber Jahresangaben als Überschriften. Es wird von den 70 er Jahren bis in die 2010er Jahre gesprungen und auch immerwieder zurück. Oft wird erst etwas angedeutet, was dann später erklärt wird. Das fand ich schon ziemlich herausfordernd. Durch das ganze Buch zieht sich eine Stimmung, dass man das Ganze nicht wirklich kapiert, irgendwie nur Puzzlestücke in der Hand hat und das große Ganze nicht erfasst wird. Auch jetzt nach Ende der Lektüre frage ich mich, ob ich alles verstanden habe. Vom Thema ist das schon harte Kost. Es ist viel DDR Zeitgeschichte mit eingearbeitet.
Ich bin mir nicht sicher, ob mir das Buch wirklich gefällt. Die Charaktere haben mich nicht hundert prozentig erreicht. Vorallem Leni nicht, da waren mir die Eltern sogar näher. Aber das Buch beschäftigt mich, macht mich nachdenklich. Und vielleicht soll es genau das und soll garnicht gefallen.