Heilung bedeutet nicht immer alle Wunden vollständig zu schließen
In Lori von Anousch Mueller geht es um Leni, die gemeinsam mit ihren fünf Geschwistern in einem alten Bahnhofshaus aufwächst. Schon früh spürt sie, dass in ihrer Familie ein großes Geheimnis verborgen liegt. Als Erwachsene macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit und setzt sich dabei nicht nur mit der Vergangenheit ihrer Familie auseinander, sondern auch mit den Folgen, die langjähriges Schweigen für alle Beteiligten hat.
Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, eine Autobiografie in den Händen zu halten. Die Figuren wirken lebendig und glaubwürdig, ihre Gedanken und Gefühle sind nachvollziehbar und die Erinnerungen werden so detailliert geschildert, dass man das Gefühl bekommt, all das könnte sich tatsächlich so zugetragen haben.
Im Mittelpunkt steht zwar ein Familiengeheimnis, doch viel wichtiger ist der Prozess der Annäherung und des Verstehens. Der Roman zeigt eindrucksvoll, wie traumatische Erlebnisse ganze Familien prägen können und wie schwer es manchmal ist, über Schmerz zu sprechen. Dabei wird deutlich, dass Schweigen nicht immer aus Gleichgültigkeit entsteht.
Lenis Eltern wissen um die Folgen ihres Schweigens, leiden selbst darunter und können es dennoch lange nicht überwinden.
Manchmal ist der Schmerz größer als der eigene Handlungsspielraum.
Obwohl Lenis Beziehung zu ihrer Mutter lange schwierig ist, begegnet sie ihren Eltern mit viel Geduld und Verständnis. Sie sucht nicht nach Schuldigen, sondern versucht zu verstehen. Gerade diese Haltung macht es möglich, dass die Familie sich langsam ihren Erinnerungen und Verletzungen stellen kann.
Lori ist ein einfühlsamer Roman über familiäre Beziehungen, unausgesprochene Wahrheiten und die Kraft von Mitgefühl. Das Buch zeigt, dass Heilung nicht immer bedeutet, alle Wunden vollständig zu schließen. Manchmal beginnt sie damit, dass Menschen endlich miteinander sprechen können.
Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, eine Autobiografie in den Händen zu halten. Die Figuren wirken lebendig und glaubwürdig, ihre Gedanken und Gefühle sind nachvollziehbar und die Erinnerungen werden so detailliert geschildert, dass man das Gefühl bekommt, all das könnte sich tatsächlich so zugetragen haben.
Im Mittelpunkt steht zwar ein Familiengeheimnis, doch viel wichtiger ist der Prozess der Annäherung und des Verstehens. Der Roman zeigt eindrucksvoll, wie traumatische Erlebnisse ganze Familien prägen können und wie schwer es manchmal ist, über Schmerz zu sprechen. Dabei wird deutlich, dass Schweigen nicht immer aus Gleichgültigkeit entsteht.
Lenis Eltern wissen um die Folgen ihres Schweigens, leiden selbst darunter und können es dennoch lange nicht überwinden.
Manchmal ist der Schmerz größer als der eigene Handlungsspielraum.
Obwohl Lenis Beziehung zu ihrer Mutter lange schwierig ist, begegnet sie ihren Eltern mit viel Geduld und Verständnis. Sie sucht nicht nach Schuldigen, sondern versucht zu verstehen. Gerade diese Haltung macht es möglich, dass die Familie sich langsam ihren Erinnerungen und Verletzungen stellen kann.
Lori ist ein einfühlsamer Roman über familiäre Beziehungen, unausgesprochene Wahrheiten und die Kraft von Mitgefühl. Das Buch zeigt, dass Heilung nicht immer bedeutet, alle Wunden vollständig zu schließen. Manchmal beginnt sie damit, dass Menschen endlich miteinander sprechen können.