Konnte leider nicht ganz folgen
Lori ist die Geschichte der Suche nach einer verlorenen Schwester, an die sich die Protagonistin Leni dann doch beginnt zu erinnern. Neben den Reisen durch ihr eigenes als auch das Leben ihrer Eltern spielt das ganze noch vor den Kulissen der bröckelnden DDR. Und obwohl dieses Wirre irgendwie gut zu Lenis bruchstückhaften Erinnerungen passt, hat es mich als Leser irgendwann verwirrt. Die Zeitsprünge zwischen den Generationen aber auch innerhalb der Generationen, die verschiedenen Männer - da war ich irgendwann etwas verloren, obwohl ich verschiedene Zeitebenen eigentlich mag. Mir ist auch bis zum Ende nicht ganz klar geworden, warum die Beziehungen innerhalb der Familie eigentlich gut sind und bleiben und wie es trotzdem zu diesem Schweigen und Nicht-Nachfragen um Lori kommen konnte. Sehr gut gefallen haben mir aber die atmosphärischen Schilderungen, besonders vom ehemaligen Bahnhof und Elternhaus von Leni.