Lori - Oder auch: Zu viele Geheimnisse und Geschehnisse für ein einziges Leben
4.5 | 5 Sterne
Verlust, Verrat, Herkunft/Heimat, Familie, gemeinsam Alleinsein,… das Buch „Lori“ spricht viele tiefe Themen an, es ist kein Roman, der nur heruntergeschlungen und wieder ausgespuckt werden kann. Trotzdem habe ich es quasi durchgesuchtet, nicht zuletzt, weil es mir gezeigt hat, wie wenig ich eigentlich von dem Leben in der DDR verstehe (und wie wenig von Architektur - das war mir bei Zeiten etwas zu viel. Hat gleichzeitig aber wunderbar demonstriert, wie sich Geschichte durch Bauten ausdrücken kann und wie sehr wir uns als Menschen mit Gebäuden oder Baustylen identifizieren können).
Immer wenn ich dachte, verstanden zu haben, was es mit Lori auf dem Grund der Ostsee zu bedeuten hat, kam eine erneute Wendung und hat mir gezeigt, wie wenig ich eigentlich als Leser von den Figuren nach ein paar Zeilen verstehe. Das da immer noch mehr hintersteckt und ich jede Schicht beim Lesen abpulen muss, wie bei einer Zwiebel.
Die Hauptperson Helena, »Leni«, tat mir beim Lesen richtig leid. Nicht nur, wegen dem Verlust ihrer Schwester, ihren Erinnerungen und der Unklarheit, sondern auch wegen all dem, was bei ihrem Erwachsenwerden dazu kam.
Aber ich habe es total genossen vom alten Bahnhofsgebäude zu lesen, dem weiten Blick ins Nichts … bei mir hat es gerade 35 Grad, es flirrt und summt über den Feldern und ich hatte das Gefühl, mitten im Buch zu stehen. Nur mit einer jüngeren Version meiner selbst.
Manchmal war ich durch die vielen Zeit- und Gedankensprünge beim Lesen etwas verwirrt, habe es am Anfang noch genossen und gegen Ende eher als anstrengend empfunden. Mir haben die vielen Andeutungen als Spannungsbogen gereicht.
Verlust, Verrat, Herkunft/Heimat, Familie, gemeinsam Alleinsein,… das Buch „Lori“ spricht viele tiefe Themen an, es ist kein Roman, der nur heruntergeschlungen und wieder ausgespuckt werden kann. Trotzdem habe ich es quasi durchgesuchtet, nicht zuletzt, weil es mir gezeigt hat, wie wenig ich eigentlich von dem Leben in der DDR verstehe (und wie wenig von Architektur - das war mir bei Zeiten etwas zu viel. Hat gleichzeitig aber wunderbar demonstriert, wie sich Geschichte durch Bauten ausdrücken kann und wie sehr wir uns als Menschen mit Gebäuden oder Baustylen identifizieren können).
Immer wenn ich dachte, verstanden zu haben, was es mit Lori auf dem Grund der Ostsee zu bedeuten hat, kam eine erneute Wendung und hat mir gezeigt, wie wenig ich eigentlich als Leser von den Figuren nach ein paar Zeilen verstehe. Das da immer noch mehr hintersteckt und ich jede Schicht beim Lesen abpulen muss, wie bei einer Zwiebel.
Die Hauptperson Helena, »Leni«, tat mir beim Lesen richtig leid. Nicht nur, wegen dem Verlust ihrer Schwester, ihren Erinnerungen und der Unklarheit, sondern auch wegen all dem, was bei ihrem Erwachsenwerden dazu kam.
Aber ich habe es total genossen vom alten Bahnhofsgebäude zu lesen, dem weiten Blick ins Nichts … bei mir hat es gerade 35 Grad, es flirrt und summt über den Feldern und ich hatte das Gefühl, mitten im Buch zu stehen. Nur mit einer jüngeren Version meiner selbst.
Manchmal war ich durch die vielen Zeit- und Gedankensprünge beim Lesen etwas verwirrt, habe es am Anfang noch genossen und gegen Ende eher als anstrengend empfunden. Mir haben die vielen Andeutungen als Spannungsbogen gereicht.