Worte finden für eine Vergangenheit, die die Worte raubt
Es sind nur kurze Momente. Momente, in denen Leni spürt, dass etwas fehlt. Dass jemand fehlt. Dass sie nicht sechs Kinder sein sollten, sondern sieben, die mit ihren Eltern in einem verlassenen Bahnhofsgebäude in Thüringen wohnen, unweit eines Ortes, zu dem sie doch nie dazugehören. Und dann findet sie den Mutterpass ihrer Mutter und weiß, dass ihr Gefühl sie nicht trügt.
Doch es müssen Jahre vergehen, Leni muss erst erwachsen werden, wegziehen nach Berlin und zurückkehren, bis die Familie eine Sprache findet für das, was geschehen ist. Für das persönliche Leid, Schuld und politische Repression.
Ich war absolut fasziniert von diesem klug konstruierten Roman und der Sprache, die Anousch Müller findet, für eine Familie ohne Sprache. Leise und dennoch atmosphärisch zeichnet Anousch Müller das Bild einer Familie, in der jedes Mitglied gezeichnet ist von der vergangenen Tragödie und die dennoch keinen Weg findet darüber zu reden. Einzig die Geschwister der Erzählerin wirkten auf mich etwas eindimensional und unnahbar.
Dennoch ein schöner aber trauriger, einnehmender Roman, den ich sehr gerne gelesen habe.
Doch es müssen Jahre vergehen, Leni muss erst erwachsen werden, wegziehen nach Berlin und zurückkehren, bis die Familie eine Sprache findet für das, was geschehen ist. Für das persönliche Leid, Schuld und politische Repression.
Ich war absolut fasziniert von diesem klug konstruierten Roman und der Sprache, die Anousch Müller findet, für eine Familie ohne Sprache. Leise und dennoch atmosphärisch zeichnet Anousch Müller das Bild einer Familie, in der jedes Mitglied gezeichnet ist von der vergangenen Tragödie und die dennoch keinen Weg findet darüber zu reden. Einzig die Geschwister der Erzählerin wirkten auf mich etwas eindimensional und unnahbar.
Dennoch ein schöner aber trauriger, einnehmender Roman, den ich sehr gerne gelesen habe.