Bittersüß und schonungslos ehrlich

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Das Cover hat mich sofort angesprochen und der Klappentext klang schon ein bisschen zu persönlich auf mich bezogen (fast 30 und notorisch Pleite).

Diese Leseprobe hat mich mit ihrem messerscharfen, selbstironischen Erzählton sofort gepackt. Hannahs Eröffnung, ihre Wut über Happy Ends, die von Männern abhängen, und ihre umgedichteten Filmenden ist brillant. Schon vom Get-go merkt man hier, dass das keine klassische Romance sein wird. Und doch hat das alles einen verletzlich und ehrlichen Ton, etwa wenn Hannah zugibt, dass sie sich trotz aller Ablehnung romantischer Erlösungsfantasien selbst danach sehnt, gerettet zu werden. Diese Ambivalenz macht sie zu einer vielschichtigen, glaubwürdigen Protagonistin. Einer, in die ich mich perfekt hineinversetzen kann.

Ich würde dieses Buch sehr gerne weiterlesen, weil ich wissen möchte, wie sich Hannahs Beziehung zu Oscar entwickelt, ob sie ihren eigenen Anspruch an ein "uneigentliches" Happy End einlösen kann und wie sie ihre finanziellen und familiären Verstrickungen löst. Die Kombination aus Humor, sozialer Realität, echten Problemen, mit einem realistischen Blick drauf, und emotionaler Tiefe macht große Lust auf mehr.