Zwischen Gin Tonic, Muffin-Krümeln und kaputten Happy Ends
Es beginnt wie eine kleine literarische Revolte. Die Erzählerin nimmt die großen Liebesgeschichten der Popkultur auseinander, zerlegt ihre sorgfältig verpackten Happy Ends und setzt sie mit schwarzem Humor neu zusammen. Julia Roberts als wohlhabende Witwe nach einem Stoß in den Grand Canyon? Allein dafür hatte mich der Roman schon auf der ersten Seite. I like!!!!
Der Schreibstil besitzt eine wunderbare Mischung aus Witz, Schärfe und Melancholie. Die Sätze wirken leichtfüßig und pointiert, doch darunter liegt eine feine Traurigkeit. Denn zwischen all den bissigen Beobachtungen blitzt plötzlich ein Satz auf, der wie ein kleiner Riss in der Fassade erscheint: Ausgerechnet die Frau, die nicht an Rettungsfantasien glaubt, hat sich selbst einmal gewünscht, gerettet zu werden.
Besonders gelungen finde ich die Figurenzeichnung. Menschen werden hier nicht über lange Beschreibungen eingeführt, sondern über schräg-präzise Beobachtungen. Kiera sieht aus wie ein ehemaliger Kinderstar nach schweren Jahren. Oscar besitzt einen „teuren Knochenbau“. Das sind Bilder, die man nicht nur liest, sondern sofort vor sich sieht.
Und dann dieser Dialogwitz! Die Gespräche sprühen vor trockenem Humor, kleinen Spitzen und liebenswerten Peinlichkeiten. Das Kennenlernen zwischen Hannah und Oscar ist ein Paradebeispiel dafür: eine Einladung aus Mitleid, ein unfreiwilliges Date, ein falsch geteilter Keks und am Ende die entwaffnende Frage: „Wer ist Jim Morrison?“ Da ahnt man bereits, dass hier zwei Welten aufeinanderprallen.
Ich habe nach diesen Seiten vor allem eines gespürt: das köstliche Kribbeln, einer Geschichte begegnet zu sein, die klüger, witziger und ein wenig eigensinniger ist als die meisten anderen.
Will unbedingt weiterlesen! :0)
Der Schreibstil besitzt eine wunderbare Mischung aus Witz, Schärfe und Melancholie. Die Sätze wirken leichtfüßig und pointiert, doch darunter liegt eine feine Traurigkeit. Denn zwischen all den bissigen Beobachtungen blitzt plötzlich ein Satz auf, der wie ein kleiner Riss in der Fassade erscheint: Ausgerechnet die Frau, die nicht an Rettungsfantasien glaubt, hat sich selbst einmal gewünscht, gerettet zu werden.
Besonders gelungen finde ich die Figurenzeichnung. Menschen werden hier nicht über lange Beschreibungen eingeführt, sondern über schräg-präzise Beobachtungen. Kiera sieht aus wie ein ehemaliger Kinderstar nach schweren Jahren. Oscar besitzt einen „teuren Knochenbau“. Das sind Bilder, die man nicht nur liest, sondern sofort vor sich sieht.
Und dann dieser Dialogwitz! Die Gespräche sprühen vor trockenem Humor, kleinen Spitzen und liebenswerten Peinlichkeiten. Das Kennenlernen zwischen Hannah und Oscar ist ein Paradebeispiel dafür: eine Einladung aus Mitleid, ein unfreiwilliges Date, ein falsch geteilter Keks und am Ende die entwaffnende Frage: „Wer ist Jim Morrison?“ Da ahnt man bereits, dass hier zwei Welten aufeinanderprallen.
Ich habe nach diesen Seiten vor allem eines gespürt: das köstliche Kribbeln, einer Geschichte begegnet zu sein, die klüger, witziger und ein wenig eigensinniger ist als die meisten anderen.
Will unbedingt weiterlesen! :0)