Beziehungsnöte

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Meine Meinung
Der Autorin ist mit „Love and Rent“ ein Roman gut gelungen, der sich nicht in die Reihe der klassischen Liebesromane einfügt, obwohl er Elemente davon enthält. Wer auf ein herkömmliches Happy End hofft, wird vergeblich warten. Wer allerdings einen modernen Roman zur Liebe in unserer heutigen Zeit lesen möchte, der wird eine kurzweilige, mit unterhaltsamen Dialogen garnierte, aber auch traurige Geschichte präsentiert bekommen.

Die Hauptdarstellerin Hannah lebt trotz Vollzeitjob mehr schlecht als recht von ihrem Einkommen und als der wohlhabendere Oscar Interesse an ihr zeigt, erliegt sie der Versuchung, sich mit seinem finanziellen Polster ein angenehmeres Leben zu gestalten. Die beiden ziehen nach Schottland, doch die Beziehung hält nicht das, was sich Hannah davon versprochen hat. Bald schon wird sie mit Umständen konfrontiert, die sie dazu zwingen, ihr Leben zu überdenken.

Was mir an diesem Buch besonders gefiel, war die realistische Darstellung der Lebensumstände von Frauen in ihren Dreißigern, die zwar beruflich ihre Frau stehen, doch trotzdem in finanziellen Belangen nicht die Gleichberechtigung zu Männern erlangen. Welche Probleme damit einhergehen, wurde in diesem Roman gut aufgearbeitet. Auch das Thema Freundschaft wurde facettenreich beleuchtet, was ich als gelungen empfand.

Was mir an diesem Roman weniger gut gefiel, war die recht eindimensionale Darstellung der Männer, die meiner Ansicht nach, zu klischeehaft war.

Der Schreibstil ist flüssig und so liest sich die Geschichte flott und unkompliziert.

Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem nicht klassischen Liebesroman ist, der die heutigen Lebensumstände von Mittdreißigern recht realistisch darstellt, dem sei „Love and Rent“ empfohlen.