Guter Start, verlorener Faden
Schon das Cover hat mich neugierig gemacht: Ein Schlüssel ziert die Gestaltung, und beim Lesen habe ich mich die ganze Zeit gefragt, ob dieser wohl tatsächlich zu einem Happy End aufschließt – oder ob er eher symbolisch für die Fallstricke steht, in die sich Hannah begibt. Eine originelle Idee, die neugierig macht, ohne zu viel zu verraten.
Von "Love and Rent" hatte ich mir eine humorvolle, leichtfüßige RomCom erwartet, und der Anfang hat dieses Versprechen auch eingelöst: Jo Cheetham gelingt es, Hannahs Zwiespalt zwischen finanzieller Not und ihren eigenen Idealen mit Witz und Tempo einzufangen. Leider verliert die Geschichte zum Ende hin deutlich an Kraft und wirkt zunehmend beliebig.
Besonders positiv ist mir der Umgang mit den Gefühlswelten der Figuren aufgefallen – Hannahs innere Konflikte und ihre Auseinandersetzung mit dem eigenen Frausein werden sehr detailliert beschrieben, auch die Beziehung zu ihrer Mutter fließt hier mit ein. Manchmal fast zu ausführlich: Die vielen Aufzählungen von Gedanken und Empfindungen haben den Lesefluss für mich streckenweise gebremst statt ihn zu tragen.
Auch bei den Nebenfiguren, allen voran Oscar, hatte ich anfangs das Gefühl, dass ihre Perspektive zu kurz kommt – erst im späteren Verlauf wird ihre Rolle greifbarer und verständlicher. Gegen Ende wurde mir der Einsatz von Alkohol und Drogen als Stilmittel zu plakativ, und die Handlung insgesamt zu beliebig.
Fazit: Ein Buch mit einem starken, humorvollen Auftakt, das seine Energie leider nicht bis zum Schluss durchhält. Wer detailreiche Innenperspektiven auf weibliche Selbstfindung mag, kommt hier auf ihre Kosten – wer ein durchgehend pointiertes Lesevergnügen erwartet, könnte wie ich etwas enttäuscht werden.
Von "Love and Rent" hatte ich mir eine humorvolle, leichtfüßige RomCom erwartet, und der Anfang hat dieses Versprechen auch eingelöst: Jo Cheetham gelingt es, Hannahs Zwiespalt zwischen finanzieller Not und ihren eigenen Idealen mit Witz und Tempo einzufangen. Leider verliert die Geschichte zum Ende hin deutlich an Kraft und wirkt zunehmend beliebig.
Besonders positiv ist mir der Umgang mit den Gefühlswelten der Figuren aufgefallen – Hannahs innere Konflikte und ihre Auseinandersetzung mit dem eigenen Frausein werden sehr detailliert beschrieben, auch die Beziehung zu ihrer Mutter fließt hier mit ein. Manchmal fast zu ausführlich: Die vielen Aufzählungen von Gedanken und Empfindungen haben den Lesefluss für mich streckenweise gebremst statt ihn zu tragen.
Auch bei den Nebenfiguren, allen voran Oscar, hatte ich anfangs das Gefühl, dass ihre Perspektive zu kurz kommt – erst im späteren Verlauf wird ihre Rolle greifbarer und verständlicher. Gegen Ende wurde mir der Einsatz von Alkohol und Drogen als Stilmittel zu plakativ, und die Handlung insgesamt zu beliebig.
Fazit: Ein Buch mit einem starken, humorvollen Auftakt, das seine Energie leider nicht bis zum Schluss durchhält. Wer detailreiche Innenperspektiven auf weibliche Selbstfindung mag, kommt hier auf ihre Kosten – wer ein durchgehend pointiertes Lesevergnügen erwartet, könnte wie ich etwas enttäuscht werden.