Mehr erwartet

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jule_reads Avatar

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Love me to death hält eine etwas andere Lovestory bereit. Denn die Protagonisten sind nicht einfach Menschen. Nein, mit Darcy finden wir eine Schnitterin vor, die in die Welt der Menschen zurückkehrt, um sie in ihren letzten Momenten zu begleiten. Doch darauf hat sie absolut keine Lust mehr und versucht deswegen alles, um ihr Opfer zu retten. Gabriel Aetos dagegen hat einen anderen Auftrag: Er ist Schutzengel und findet es gar nicht gut, dass es Schnitter gibt - damit stehen auch die Chancen für Darcy schlecht, ihm nahe zu kommen. So scheint es zumindest, denn Gabriel weiß ja nicht direkt, dass sie eine Schnitterin ist...

Ich weiß nicht genau, was ich von der Liebesgeschichte zwischen Darcy und Gabriel erwartet habe, außer, dass sie fesselnd und mitreißend ist. Und genau an diesem Punkt kommt der Haken: Fesselnd und mitreißend war die Geschichte leider nicht so oft. Sie hat sich stattdessen an manchen Punkten im Kreis gedreht und so manche Längen aufgewiesen, die den Schwung rausgenommen haben. Auch die Gefühle zwischen Darcy und Gabriel waren eher blass gezeichnet, auch wenn man definitiv sehen konnte, dass beide Protagonisten selbstbewusst sind für sich einstehen können.
Mein Highlight war aber der Aufbau der Arbeitswelt im Jenseits und die Nebenprotagonisten, die durch ihre unterschiedlichen Arten, die Geschichte geprägt haben. So kam auch der Humor nicht zu kurz und ich musste zwischendurch definitiv Schmunzeln.

Der Schreibstil war im Großen und Ganzen recht angenehm, aber nicht herausragend, da ich während des Lesens über manche Formulierungen gestolpert bin. Es war dann einfach zu kompliziert geschrieben. Und mal abgesehen davon, dass Darcy und Gabriel Schnitter und Schutzengel sind, kam ihre Magie eher selten zum Einsatz. Da wäre definitiv mehr drin gewesen.
Alles in allem ist es eine ganz nette Geschichte für zwischendurch, aber auch nicht mehr.