Leider etwas enttäuschend

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majava Avatar

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Ich habe schon etliche Bücher von Cecelia Ahern gelesen und wurde davon immer super unterhalten. Vor allem ihre älteren Werke waren genau mein Fall, wenn es um Liebesgeschichten geht. Zwar konnten mich die letzten Romane nicht ganz so mitreißen, wie die damaligen, aber ich war trotzdem mehr als gespannt auf „Love Unlocked“, da mich schon der Klappentext abgeholt hat.

Doch leider wurde ich etwas enttäuscht. Am Schreibstil hat es nicht gelegen. Dieser ist wie von der Autorin gewohnt locker-leicht und auch bildlich. Auch ist ein schöner Lesefluss gegeben, so dass die Seiten nur so dahinfliegen.

Aber diesmal wurde ich mit den beiden Hauptfiguren nicht warm, aus deren Sicht die Storyline im Wechsel erzählt wird. Al hat mich teilweise etwas genervt durch sein Selbstmitleid. Natürlich ist es verständlich, dass man am Boden zerstört ist, wenn der beste Freund mit der Verlobten durchbrennt, aber es war dann doch zu viel Selbstmitleid für mich. Das ist hat ihn auch nicht gerade sympathisch erscheinen lassen, sondern eher wie ein verweichlichter Kerl.

Melody dagegen ist total gegen die Liebe und auch ihre Art und Weise war teilweise etwas anstrengend zu lesen. Nicht jeder Mensch ist für eine Beziehung gemacht und man kann auch gut als Single durchs Lebens gehen, aber sie kommt mir zu verbissen und hart in dieser Hinsicht rüber.

Es dauert auch recht lange, bis die beiden Figuren aufeinandertreffen. Bis dahin hat sich die Geschichte etwas gezogen. Danach geht es auch Schlag auf Schlag mit den Beiden weiter und am Ende werden sie – was recht vorhersehbar ist – ein Paar.

Die Grundidee mit den Liebesschlössern an der Brücke gerät dabei etwas in den Hintergrund. Das ist schade, denn gerade das hatte mich an dem Buch gereizt. Für mich ist dieser Roman leider einer der schlechtesten von Cecelia Ahern. Schade, ich hatte einfach etwas mehr erwartet und hoffe, dass das nächste Werk mich wieder besser unterhalten kann.