Ein spannender Reihenauftakt mit starker Heldin und viel Feuerpotenzial
Sarah Fleury verankert ihre Geschichte an einem ungewöhnlichen, sehr stimmungsvollen Ort: in Sizilien, genauer gesagt in Catania, einer Stadt am Fuße des Ätna. Dieses reale, von Vulkanen und Feuer geprägte Setting passt hervorragend zur späteren Entwicklung der Handlung und verleiht dem Einstieg eine besondere Atmosphäre. Zwischen italienischem Alltag und der latenten Gefahr, die unter der Oberfläche brodelt, scheint Lucias Leben zunächst völlig normal. Doch schon früh liegt ein leises Knistern in der Luft, das ahnen lässt, dass dieses Mädchen mehr in sich trägt als gewöhnliche Sorgen einer Dreizehnjährigen.
Im Mittelpunkt steht eine starke, glaubwürdig gezeichnete Hauptfigur, die bei Pflegeeltern aufgewachsen ist und nichts über ihre wahre Herkunft weiß. Als Lucia entdeckt, dass sie Feuerkräfte besitzt, gerät sie in akute Gefahr. Feuermagie ist verboten, und plötzlich wird ihr bisheriges Zuhause in Catania zu einem Ort, an dem sie nicht mehr sicher ist.
Die Flucht durch ein verborgenes Portal nach Flammaris markiert einen klaren Bruch zwischen realer Welt und Magie. Der Übergang gelingt atmosphärisch, nicht zuletzt durch die Verbindung aus der sizilianischen Vulkanlandschaft und dem einst leuchtenden, nun vom Nebel verschlungenen Feuerland.
Begleitet wird Lucia von ihrem sprechenden Feuersalamander Yuki, der als Schutztier, Ratgeber und humorvoller Begleiter fungiert. Seine Präsenz lockert die Geschichte auf, ohne ihre Spannung zu untergraben. Hinzu kommen imposante Feuerwesen wie Drachen und Phönixe, die das zentrale Element Feuer vielfältig und bildhaft ausgestalten. Besonders wirkungsvoll sind die kurzen Einschübe aus der Perspektive des Nebelwolfs. Das Böse erhält dadurch eine eigene Stimme und bleibt Lucia stets dicht auf den Fersen, was für spürbare Spannung sorgt.
Die Feuerakademie Fenicia spielt eine wichtige Rolle, bleibt im ersten Band jedoch etwas unausgegoren. Bei Lucias Ankunft wirkt die Schule überraschend leer und ruhig, was irritiert, gerade weil man bei der Ankunft einer neuen Schülerin mehr Leben, Austausch oder zumindest eine klare Einführung erwarten würde. Auch dass Lucia nicht von Lehrkräften herumgeführt oder intensiver begleitet wird, wirkt merkwürdig. Zwar bessert sich dieser Eindruck im weiteren Verlauf, dennoch hätte man sich mehr Einblicke in den Schulalltag, zusätzliche Schüler, prägnante Lehrer und insgesamt mehr Nähe zu Flammaris gewünscht. Dadurch fällt es schwer, bereits eine tiefere emotionale Verbindung zu diesem zentralen Ort aufzubauen.
Fazit:
„Lucia. Flüsterin der Flammen“ ist ein spannender und magischer Auftakt, der mit einem ungewöhnlichen Schauplatz in Sizilien, einer starken Hauptfigur und viel Potenzial überzeugt. Kleine Schwächen in der Ausgestaltung der Feuerakademie trüben den Gesamteindruck etwas, doch die Geschichte macht eindeutig Lust auf mehr. Meine elfjährige Tochter freut sich bereits auf den nächsten Band.
Im Mittelpunkt steht eine starke, glaubwürdig gezeichnete Hauptfigur, die bei Pflegeeltern aufgewachsen ist und nichts über ihre wahre Herkunft weiß. Als Lucia entdeckt, dass sie Feuerkräfte besitzt, gerät sie in akute Gefahr. Feuermagie ist verboten, und plötzlich wird ihr bisheriges Zuhause in Catania zu einem Ort, an dem sie nicht mehr sicher ist.
Die Flucht durch ein verborgenes Portal nach Flammaris markiert einen klaren Bruch zwischen realer Welt und Magie. Der Übergang gelingt atmosphärisch, nicht zuletzt durch die Verbindung aus der sizilianischen Vulkanlandschaft und dem einst leuchtenden, nun vom Nebel verschlungenen Feuerland.
Begleitet wird Lucia von ihrem sprechenden Feuersalamander Yuki, der als Schutztier, Ratgeber und humorvoller Begleiter fungiert. Seine Präsenz lockert die Geschichte auf, ohne ihre Spannung zu untergraben. Hinzu kommen imposante Feuerwesen wie Drachen und Phönixe, die das zentrale Element Feuer vielfältig und bildhaft ausgestalten. Besonders wirkungsvoll sind die kurzen Einschübe aus der Perspektive des Nebelwolfs. Das Böse erhält dadurch eine eigene Stimme und bleibt Lucia stets dicht auf den Fersen, was für spürbare Spannung sorgt.
Die Feuerakademie Fenicia spielt eine wichtige Rolle, bleibt im ersten Band jedoch etwas unausgegoren. Bei Lucias Ankunft wirkt die Schule überraschend leer und ruhig, was irritiert, gerade weil man bei der Ankunft einer neuen Schülerin mehr Leben, Austausch oder zumindest eine klare Einführung erwarten würde. Auch dass Lucia nicht von Lehrkräften herumgeführt oder intensiver begleitet wird, wirkt merkwürdig. Zwar bessert sich dieser Eindruck im weiteren Verlauf, dennoch hätte man sich mehr Einblicke in den Schulalltag, zusätzliche Schüler, prägnante Lehrer und insgesamt mehr Nähe zu Flammaris gewünscht. Dadurch fällt es schwer, bereits eine tiefere emotionale Verbindung zu diesem zentralen Ort aufzubauen.
Fazit:
„Lucia. Flüsterin der Flammen“ ist ein spannender und magischer Auftakt, der mit einem ungewöhnlichen Schauplatz in Sizilien, einer starken Hauptfigur und viel Potenzial überzeugt. Kleine Schwächen in der Ausgestaltung der Feuerakademie trüben den Gesamteindruck etwas, doch die Geschichte macht eindeutig Lust auf mehr. Meine elfjährige Tochter freut sich bereits auf den nächsten Band.