Ein Haufen Schwefel, freche Sprüche und ein Déjà-vu
Beim Lesen musste ich unweigerlich schmunzeln, weil mir die ganze Zeit so ein leiser Gedanke im Hinterkopf herumspukte: Ich bin mir zwar nicht mehr ganz sicher, wie er hieß, aber ich meine mich dunkel an einen Film mit einer verflixt ähnlichen Grundidee zu erinnern – da ging es doch auch um die freche Teufelstochter, die sich gegen die alten Herren da unten behaupten und ihren eigenen Kopf durchsetzen will!
Unabhängig davon macht diese Leseprobe aber einfach unverschämt viel Laune. Britta Sabbag packt die Hölle nicht als gruseligen Ort an, sondern dreht den Spieß mit herrlich trockenem Humor um: Da ist das Ganze eine staubtrockene Behörde voller bürokratischer Altlasten, der Teufel stöhnt über Rentenprospekte und Kurorte wie Schwefelbrunn, und mittendrin sitzt ein Deutsche-Bahn-Reisender, der seit sechzig Jahren im Dauerwutanfall schmort. Solche kleinen, schrägen Spitzen sitzen einfach punktgenau!
Lucy selbst gefällt mir als Wirbelwind richtig gut. Dass der verstaubte Altherrenrat ihr weismachen will, Mädchen seien „nicht böse genug“ für den Chefposten, während ihr zittriger Cousin Lutz-Uwe schon vor einer Kuschelspinne Reißaus nimmt, legt den Finger wunderbar spitzbübisch in die Wunde. Dazu der kleine Basilisk Schnups, der beim Meckern kleine Rauchwölkchen niest – herrlich! Ein erfrischend rotzfrecher Auftakt, der beweist, wie viel Spaß es macht, vertraute Rollenbilder mit Karacho und Grillfackeln auf den Kopf zu stellen.
Unabhängig davon macht diese Leseprobe aber einfach unverschämt viel Laune. Britta Sabbag packt die Hölle nicht als gruseligen Ort an, sondern dreht den Spieß mit herrlich trockenem Humor um: Da ist das Ganze eine staubtrockene Behörde voller bürokratischer Altlasten, der Teufel stöhnt über Rentenprospekte und Kurorte wie Schwefelbrunn, und mittendrin sitzt ein Deutsche-Bahn-Reisender, der seit sechzig Jahren im Dauerwutanfall schmort. Solche kleinen, schrägen Spitzen sitzen einfach punktgenau!
Lucy selbst gefällt mir als Wirbelwind richtig gut. Dass der verstaubte Altherrenrat ihr weismachen will, Mädchen seien „nicht böse genug“ für den Chefposten, während ihr zittriger Cousin Lutz-Uwe schon vor einer Kuschelspinne Reißaus nimmt, legt den Finger wunderbar spitzbübisch in die Wunde. Dazu der kleine Basilisk Schnups, der beim Meckern kleine Rauchwölkchen niest – herrlich! Ein erfrischend rotzfrecher Auftakt, der beweist, wie viel Spaß es macht, vertraute Rollenbilder mit Karacho und Grillfackeln auf den Kopf zu stellen.