Schöne Illustrationsansätze, aber inhaltlich an der Alterszielgruppe vorbei
Die Idee klang nach einem frechen Lesespaß: Die Teufelstochter will auf der Erde beweisen, wie böse sie sein kann, um den Höllenthron zu erben. Leider konnte mich „Lucy Hell“ von Britta Sabbag inhaltlich überhaupt nicht abholen.
Positiv aufgefallen sind mir die größeren zwei- bis dreifarbigen Illustrationen, die wirklich cool und passend gestaltet sind. Die vielen kleinen, gekrakelten Skizzen wirkten dagegen eher unruhig.
Das Hauptproblem ist die Zielgruppe: Das Buch wird ab 8 Jahren empfohlen, ist aber voller Begriffe, die in diesem Alter kaum verstanden werden – von Oligarchen über Nirvana und Feminist bis hin zu Basilisken. Muss ein Kind bei jedem zweiten Satz nachfragen, geht der Lesefluss verloren. Auch die ständigen Anspielungen auf Steuerhinterziehung, Finanzämter und Politik gehen an jungen Lesenden komplett vorbei.
Hinzu kommen ein flacher Schreibstil, konturlose Figuren und eine widersprüchliche Handlung: Lucy will böse sein, tut aber eigentlich nur Gutes. Dass sie und ihr Höllenfreund einfach so ohne Anmeldung oder Rückfragen in einer Schule mitsitzen, wirkt selbst für eine fantastische Erzählung zu kurios. Das abrupte Ende hinterlässt viele Fragezeichen. Für mich leider kein überzeugendes Kinderbuch – ehrliche 2 von 5 Sternen.
Positiv aufgefallen sind mir die größeren zwei- bis dreifarbigen Illustrationen, die wirklich cool und passend gestaltet sind. Die vielen kleinen, gekrakelten Skizzen wirkten dagegen eher unruhig.
Das Hauptproblem ist die Zielgruppe: Das Buch wird ab 8 Jahren empfohlen, ist aber voller Begriffe, die in diesem Alter kaum verstanden werden – von Oligarchen über Nirvana und Feminist bis hin zu Basilisken. Muss ein Kind bei jedem zweiten Satz nachfragen, geht der Lesefluss verloren. Auch die ständigen Anspielungen auf Steuerhinterziehung, Finanzämter und Politik gehen an jungen Lesenden komplett vorbei.
Hinzu kommen ein flacher Schreibstil, konturlose Figuren und eine widersprüchliche Handlung: Lucy will böse sein, tut aber eigentlich nur Gutes. Dass sie und ihr Höllenfreund einfach so ohne Anmeldung oder Rückfragen in einer Schule mitsitzen, wirkt selbst für eine fantastische Erzählung zu kurios. Das abrupte Ende hinterlässt viele Fragezeichen. Für mich leider kein überzeugendes Kinderbuch – ehrliche 2 von 5 Sternen.