Wie findet man die Wahrheit, wenn alle lügen?

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
bookfriend135 Avatar

Von

Übersetzt aus dem Schwedischen von Dagmar Lendt.
Sechs Studenten wollen im schwedischen Bergdorf Åre eine tolle Skiwoche verbringen, viel Aklohol trinken und ausgelassen feiern. Die Nachbarn sind genervt von ihrer Anwesenheit, ihrem Lärm und ihrem rücksichtlosen Verhalten. Eines Morgens liegt eine junge Frau aus der Gruppe tot im eisigen Schnee. War es ein Unfall oder kaltblütiger Mord? Hanna Ahlander und ihre Kollegen müssen in dieser unübersichtlichen Situation ermitteln, wo niemand etwas wirklich zu wissen scheint, aber jeder lügt.
Viveca Sten hat einen sehr angenehmen und flüssigen Schreibstil und kommt in ihrer Geschichte ohne viel Blutvergießen aus. Die winterliche und teilweise beklemmende Atmosphäre ist sehr gut gelungen und die vielen Perspektivwechsel und kurzen Kapitel lassen einen gut durch die Geschichte kommen. Allerdings gestaltet sich die Ermittlungsarbeit stellenweise sehr zäh und die Beziehungsprobleme der Ermittlergruppe nehmen einen großen Teil des Buches ein.
Insgesamt handelt es sich um einen interessanten Kriminalroman mit beschwerlichen Ermittlungen in einem undurchsichtigen Lügengeflecht.